König Lear


Shakespeares düstere Tragödie, die Britannien zur Zeit der Römer zeigt, begleitet den alternden König Lear auf seiner Reise von Herrschsucht und Ungerechtigkeit zu Erkenntnis und Wahrheit.

Von William Shakespeare

Shakespeares düsteres Trauerspiel, das nicht nur seine Zeitgenossen verstörte, wurde 1606, ein Jahr nach seiner Entstehung in London uraufgeführt.

Die Tragödie ist zeitlich zur Zeit der Römer in Britannien angesiedelt, die Geschichte geht wiederum auf eine Legende aus keltischer zurück.

Der greise und herrschsüchtige König Lear will sich zur Ruhe setzen und das Reich an seine drei Töchter Goneril, Regan und Cordelia verteilen. Vorher unterzieht er diese einem Liebestest. Nach den leidenschaftlichen Treueschwüren der beiden älteren Schwestern bleibt Lieblingstochter Cordelia zurückhaltend. Sie erklärt, den Vater so zu lieben, wie die Kindespflicht es verlange. Im Falle einer Heirat würde sie diese Vaterliebe der Liebe zu ihren Gatten unterordnen.

Lear verstößt Cordelia und teilt das Imperium unter Goneril und Regan auf. Ebenfalls verbannt wird Lears Berater, der Graf von Kent, nachdem er das Verhalten des Herrschers kritisiert hat. Während der König Frankreichs die nun besitzlose Cordelia heimführt, verlangt Lear von den verbliebenen Töchtern einzig die Finanzierung seines Ruhestandes sowie einhundert Ritter zum persönlichen Schutz.

Goneril und Regan erscheint dieser Wunsch zu gewagt, das sie den Greis am liebsten loswerden würden. Als Lear dies begreift, verlässt er, in Begleitung seines Hofnarren und des verkleideten Kent, das Schloss und gerät in einen wild tobenden Heidesturm. König Lear sieht die Nacktheit der menschlichen Kreatur und gelangt, überwältigt von Mitleid, über den Umweg des Wahnsinns zur Selbsterkenntnis.

  • So., 05.02.2017

    18:00 - 22:00
  • Di., 07.02.2017

    18:30 - 22:30

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