Museum

Weltmuseum



Bis 2017 geschlossen !

Das ehemalige Museum für Völkerkunde Wien zählt zu den bedeutendsten ethnologischen Museen der Welt. Zu seinen besonderen Schätzen zählen neben den von James Cook auf seinen Weltreisen 1768–1780 erworbenen Sammlungen aus Ozeanien und Nordamerika, altmexikanische Federarbeiten und andere Kostbarkeiten aus Amerika, Afrika und Indonesien, die sich bereits 1596 in der Sammlung des Erzherzogs Ferdinand von Tirol aus Schloss Ambras befanden. Berühmt ist das Museum auch für die große Brasilien-Sammlung, die Johann Natterer in den Jahren 1817–1836 anlegte, und für seine hervorragende Kollektion von Bronzen aus dem westafrikanischen Königreich Benin. Mit rund 14.000 Gegenständen ist die Sammlung, die Erzherzog Franz-Ferdinand auf seiner Weltreise 1892/3 zusammentrug, der größte Einzelbestand des Museums.

Die Ursprünge des Museums für Völkerkunde Wien reichen zurück ins Jahr 1806, als mit dem Erwerb eines Teils der Cookschen Sammlungen eine eigene "k.k. Ethnographische Sammlung" im kaiserlichen Hofnaturalienkabinett eingerichtet wurde. Seit 1876 wurden die stark angewachsenen Bestände in der Anthropologisch-Ethnographischen Abteilung des Naturhistorischen Museums verwaltet. 1928 erfolgte schließlich die Gründung eines eigenen Museums für Völkerkunde im Corps de Logis der Neuen Burg. Seit 2001 ist das Museum Teil der wissenschaftlichen Anstalt "Kunsthistorisches Museum mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum".
Heute verwahrt das Museum für Völkerkunde Wien u.a. über 200.000 ethnografische Gegenstände, 25.000 historische Fotografien und 136.000 Druckwerke zur Kultur und Geschichte vorwiegend außereuropäischer Völker. Seit 2006 zählt zum Bestand auch das Humanethologische Filmarchiv Eibl-Eibesfeldt mit über 300 Kilometer Film über das Alltagsleben von fünf traditionellen Gesellschaften Afrikas (!Kung, Himba), Südamerikas (Yanomami) und Ozeaniens (Trobriand, Eipo und In-Yalenang).

  • Mi., 25.10.2017

    19:00
    Partnersuche

    • Eintritt frei