Theater

Volkstheater


1070 Wien

Arthur-Schnitzler-Platz 1

2017 wurde der Vorplatz des Theaters Arthur-Schnitzler-Platz benannt. Die offizielle Adresse des Theaters lautet seither Arthur-Schnitzler-Platz 1.

Im Herbst 2019 begannen die Sanierungsarbeiten. Damit beauftragt wurde die ARGE Volkstheater: FCP, Dietrich Untertrifaller Architekten, Architekt van der Donk. Sie orientierten sich an den Originalplänen der Entstehungszeit. Noch während des Spielbetriebes in der Saison 2019/20 wurde entsprechend der restauratorischen Befundungen mit den Arbeiten an der vielfältig strukturierten Fassade begonnen. Die Erhaltungsmaßnahmen am Außenbau umfassten neben der Reinigung und Sanierung der Fassade, der Instandsetzung der bauzeitlichen Kastenfenster, der Außentüren und Terrassen auch die bituminöse Abdichtung und Kiesschüttung der Flachdächer. Denn ein massives Problem war das jahrelang in das Gebäude sickernde Regenwasser. Die Kuppeln wurden mit Zementfaserplatten in Anlehnung an die historische Schieferdeckung gedeckt und die aus Zinkblech gefertigten Teile wie Gaupen, Laternen etc. entsprechend dem bauzeitlichen Bestand saniert. Die Erhaltungsmaßnahmen der Innenräume umfassten neben der Reinigung und Neufassung der historischen Oberflächen im Theatersaal, der Roten Bar sowie der Gänge und im Foyer gegebenenfalls auch eine notwendige Ergänzung. Die Beleuchtungen im Zuschauertrakt wurden, so es sich um historische Beleuchtungskörper handelte, saniert bzw. erneuert. Im Foyer z. B. wurden die Elektrokerzenhalter in Anlehnung an den Originalzustand der Entstehungszeit durch Glaskörper im Stil des Historismus ersetzt.

Zu Gunsten der Barrierefreiheit wurde u. a. auch der Eingang zur Tageskassa adaptiert, die Türen mit einem motorischen Türöffner ausgestattet und die verschiedenen Ebenen des Hauses mit einem neuen Personenaufzug erschlossen. Die weiteren baulichen Maßnahmen umfassten sowohl den Bühnen- als auch den Zuschauertrakt. Der Bühnenraum Richtung Burggasse wurde erweitert und eine neue Seitenbühne samt neuem Anlieferungsportal errichtet sowie die Bühnentechnik erneuert. Eine Errungenschaft im Bereich des Zuschauertraktes ist wohl die durch entsprechende Maßnahmen eigenständige Bespielbarkeit der Roten Bar sowie die Installierung eines neuen Cafés an der Südfassade. Im Zuge dieser Umbauarbeiten kam es u. a. zur Neuerrichtung von Lüftungsanlagen, Garderoben, WC-Anlagen, Verwaltungsräumen und der Tageskassa. Wie schon zu seiner Entstehungszeit legte man auch bei dieser Generalsanierung großes Augenmerk auf den Brandschutz. Im Fokus standen sowohl die Errichtung von Brandabschnitten als auch die Ausführung der Brandschutzanforderungen bei den Möblierungen und Verkleidungen.

Mit der Saison 20/21 beginnt die neue Spielzeit unter der Intendanz von Kay Voges im generalsanierten Haus. Durch die technischen Neuerungen ist das Volkstheater Wien das fortschrittlichste Theater im gesamten deutschsprachigen Raum. Das Volkstheater erfährt eine ganz neue Denkrichtung und zeigt sich mehr denn je als oppositioneller Geist. Das Programm soll nun aus gegenwärtiger und neu gelesener Dramatik bestehen, sich auf Grenzgängen zwischen Darstellender und Bildender Kunst bewegen, zu musikalischen und choreographischen Produktionen einladen sowie nach diskursiven und partizipativen Formaten Ausschau halten.

Kassaöffnungszeiten:
Montag bis Samstag von 10.00 Uhr bis Vorstellungsbeginn
Abendkassa: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

Erreichbarkeit mit U2, U3, 49, 48A.

Volkstheater in den Bezirken: V°T//Bezirke

Das Volkstheater betreibt seit 1954 die als „Volkstheater in den Außenbezirken“ gegründete Spielreihe, aktuell „Volkstheater/Bezirke“ genannt. Im Rahmen dessen touren Produktionen des Volkstheaters durch 19 Bezirke Wiens. Als Spielstätten finden sich neben diversen Volkshochschul-Festsälen und Veranstaltungszentren auch bekannte Orte wie die Urania, die Per-Albin-Hansson-Siedlung oder das Theater Akzent. Das Repertoire reicht von der Klassik über das Wiener Volksstück bis zur Moderne. Seit Herbst 2020 leitet Calle Fuhr, unter der Intendanz von Kay Voges, die Bezirks-Spielstätten. Unter der Leitung von Doris Weiner eher konventionell gehalten, ist diese Spielstätte nun der "subversive Zwilling des Haupthauses".


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