Bibliothek

Oberösterreichische Landesbibliothek



Zwei Ereignisse standen Pate bei der Gründung der Oberösterreichischen Landesbibliothek - vormals Studienbibliothek - vor mehr als 225 Jahren.
Die Aufhebung des Jesuitenordens durch Papst Clemens XIV. am 21. Juli 1773 und die - nach längerer Vorgeschichte - durch das Klosteraufhebungspatent vom 12. Jänner 1782 eingeleiteten Klosteraufhebungen unter Kaiser Joseph II., die inspiriert waren vom Geist der Aufklärung und dem - ganz dem Nutzen des Staates verpflichteten - wirtschaftspolitischen Denken des Merkantilismus. Die Bibliothek blieb zunächst im - erst 1760 errichteten und mit Fresken von Altomonte ausgeschmückten - Bibliothekssaal des ehemaligen Jesuitenkollegs in der Linzer Domgasse, musste aber, nachdem das Gebäude 1776 dem Militär überlassen wurde, in den zweiten Stock des kaiserlichen Schlosses übersiedeln und wenig später ins Stift Kremsmünster: Dem Stift wurde das Haus des aufgehobenen Klosters Baumgartenberg an der Landstraße Nr. 30 - heutiger 'Klosterhof' - überlassen. Die Übersiedlung erfolgte noch im Frühjahr 1784. Dieses Haus sollte nun für 150 Jahre Heimstätte der 'Akademischen Bibliothek', wie sie damals auch genannt wurde, bleiben. Im Dezember 1930 wurde mit der Errichtung des damals modernsten Bibliotheksgebäudes Österreichs am Standort Schillerplatz begonnen. Die Arbeiten dauerten bis Dezember 1931, im November 1932 war die Übersiedlung abgeschlossen und am 9. November 1934 wurde die neue Studienbibliothek eröffnet.


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