Kirche

Kalvarienbergkirche


1170 Wien

St.-Bartolomäus-Platz 3

Die älteste Geschichte der Hernalser Kirche liegt im Dunkeln. Durch Brände, Eroberungen und Zerstörungen reichen die urkundlichen Nennungen nur bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die Gründung der Bartholomäuskirche im Weinbauerndorf Hernals wird vor 1252 datiert.
Aus Aufzeichnungen kann weiters entnommen werden, dass die gotische Bartholomäuskirche im Jahr 1471 erweitert und 1784 abgetragen worden ist. Die Kirche befand sich am heutigen St. Bartholomäus-Platz Zur Erinnerung an die Kreuzwegstationen beschloss die "Bruderschaft der 72 Jünger Christi", die sich aus reichen, angesehenen Wiener Bürgern zusammensetzte, in Hernals einen Kalvarienberg zu errichten und brachte dafür 80.000 Gulden auf.
Die gesamte Anlage umschloss hufeisenförmig eine kleine, 1714 errichtete Kirche. Für den Gottesdienst an dieser Wallfahrtskirche sorgten ab 1722 Priester des Paulinerordens.
Schon bald konnte die kleine Wallfahrtskirche den Zustrom an Wallfahrern nicht mehr aufnehmen. Auch war sie durch eindringendes Regenwasser vom Kalvarienberg baufällig geworden. Daher begannen die Pauliner 1766 die "Kirche im Berg" abzutragen und an ihrer Stelle die Kalvarienbergkirche zu errichten. Sie wurde nach dreieinhalb Jahren Bauzeit1769 eingeweiht.
Am 28. Oktober 1784 wurde die nunmehr als einziges Gotteshaus am St. Bartholomäus-Platz stehende Kalvarienbergkirche zur Pfarrkirche von Hernals erhoben und dem heiligen Bartholomäus geweiht. Bemerkenswert sind die "Türken-Muttergottes" (linker Seitenaltar), die Pieta (rechtes Seitenschiff), die barocke Kanzel und die Orgel. In der Kalvarienbergkirche wird zu den Hochämtern die Messe vom Chor mit musikalisch interessanten Werken gestaltet. Zusätzlich findet eine Reihe von Konzerten mit sakraler Musik statt.


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