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Hofwirt zu Seckau


8732 Seckau


Schon um 1270 wird im Urbar des 1140 gegründeten Augustiner- Chorherrenstif-tes ein »domus lapidum« (Steinhaus) erwähnt. 1603 wird es in einer Urkunde „Hof-wirt“ oder „Steinhaustafern“ genannt. 1659 erwarb der Stiftsanwalt, Sixt von Tholegg, diese Taverne. Unter dem Stifts-baumeister Peter Franz Carlone wurde der Bau als neue Hoftaverne umgebaut, die auch den Stiftsanwälten als Wohnung diente.

Das Steinwappen über dem Eingang erinnert an die Anwaltsfamilie Moshardt-Tholegg. Ebenso dieum 1720 entstandenen Stuckdecken im Obergeschoß. Die Stuckbilder im Stiegenhaus kreisen um das Thema Liebe, Glück und die Wechselfälle des Lebens.

Die bekannte „Dolchszene“ schildert ein Motiv aus der Commedia dell‘ arte, das später von R. Leoncavallo in der Oper „Il Bajazzo“ musikalisch dargestellt wurde (Uraufführung 1892 in Mailand). Nach der Aufhebung des Chorherrenstiftes durch Kaiser Joseph II. wurde 1794 das „Anwaldhaus“ mit dem Tafernrecht versteigert. Nachdem die Benediktiner das verwaiste Stift zu neuem Leben erweckt hatten, ist der traditionsreiche Hofwirt seit 1895 wieder Eigentum der Abtei.


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