Museum

Essl Museum


3400 Klosterneuburg

An der Donau-Au 1

Nach 17 Jahren Ausstellungstätigkeit schließt das Essl Museum mit 1. Juli 2016!



Bis zu diesem Zeitpunkt finden alle geplanten Veranstaltungen und Ausstellungen noch statt. Überdies wird es ein großes Finale mit Open Days und umfangreichen Kunstvermittlungsangeboten geben.

Die Sammlung Essl bleibt von der Schließung des 17-jährigen Ausstellungsbetriebs unberührt, sagte Karlheinz Essl. Das Museum werde weiterhin als Depot für die Werke genutzt, Archiv, Restaurierung und Technik bleiben - mit vier Mitarbeitern - ebenso erhalten wie der internationale Leihverkehr.

Die übrigen der insgesamt 42 Mitarbeiter verlieren allerdings ihren Job, bedauerte der Sammler, der seinem hervorragenden Team dankte. Um einen besseren Übergang dafür zu schaffen, neue berufliche Herausforderungen zu finden, sei die Schließung des von Architekt Heinz Tesar geplanten Hauses um ein Quartal hinausgezögert worden.

Das Land Niederösterreich wäre bereit gewesen, einen „wesentlichen Beitrag“ für den Betrieb zu leisten, wenn der Bund im selben Ausmaß eingestiegen wäre. Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) habe aber abgelehnt, so Essl (angedacht war eine Finanzierung zu je einem Drittel).

Die Sammlung Essl kann heute mit ihren über 4.000 Exponaten einen exzellenten Überblick über die österreichische Malerei nach 1945 bieten und diese in einen internationalen Kontext stellen. Von den Künstlern, die für das Kunstschaffen Österreichs von herausragender Bedeutung sind, haben die Sammler, wenn möglich, ganze Werkblöcke erworben. Es war immer ein essentieller Gedanke, in die Tiefe zu sammeln. Die Künstler sollen weitestgehend in der Entwicklung ihrer Arbeit gezeigt werden. Die Bandbreite der gesammelten österreichischen Exponate reicht von der expressiven Abstraktion der 50er und 60er Jahre über den Wiener Aktionismus und die Neue Malerei der 80er Jahre bis zu den reduzierten Formen der 90er Jahre. Von den vielen bedeutenden Künstlern können hier nur einige wenige exemplarisch für die umfassenden Bestände der Sammlung genannt werden: Siegfried Anzinger, Christian Ludwig Attersee, Günter Brus, Adolf Frohner, Wolfgang Hollegha, Friedensreich Hundertwasser, Kurt Kocherscheidt, Peter Kogler, Maria Lassnig, Josef Mikl, Hermann Nitsch, Walter Pichler, Arnulf Rainer, Eva Schlegel, Max Weiler, Franz West. Neben der Malerei der Nachkriegszeit verfügt die Sammlung über einen bedeutenden Werkblock der österreichischen Klassischen Moderne. Künstler wie Herbert Boeckl und Albert Paris Gütersloh, die wesentlich am Neubeginn der österreichischen Moderne nach 1945 beteiligt waren, nehmen hier einen besonderen Stellenwert ein. Aber auch hochwertige Arbeiten von Alfred Kubin oder den Künstlern des Nötscher Kreises gehören zum Bestand der Sammlung.


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