Burg Hardegg


2082 Hardegg

Hardegg 1

Hardegg im niederösterreichischen Waldviertel ist als die kleinste Stadt Österreichs bekannt. Ebenso bekannt ist Hardegg aber auch für ihre Burg, die majestätisch auf einem Felsen über der Stadt thront. Mit 600 Metern Umfang ist die Burg eine der größten Wehranlagen Niederösterreichs. Burg Hardegg kann zwischen April und Oktober erkundet werden.

Der eindrucksvolle Rundgang durch die historischen Räumlichkeiten ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Burg hautnah zu erleben. Eine spannende Ausstellung verrät zudem weitere Details rund um die mystischen Gemäuer, die Familie Khevenhüller-Metsch und Kaiser Maximilian I. – den Bruder von Kaiser Franz Joseph I.

Die Burg-Räumlichkeiten wie der Rittersaal, die Burgkapelle oder das Verließ und die Rüstkammer vermitteln einen stimmigen Eindruck vom Leben früherer Zeiten. Im Ostturm kann zudem auch noch die wunderbare Aussicht über Hardegg genossen werden.

Öffnungszeiten
Mai-Juni täglich von 10.00-17.00
Juli-August täglich von 10.00-18.00
September täglich von 10.00-17.00
Oktober Samstag, Sonntag & Feiertage* von 10.00-17.00.

Geschichte
Als Grenzfeste von Otto von Hardegg fand die Burg 1140 erstmals urkundliche Erwähnung. Ab dem Jahre 1187 diente sie als Herrschaftszentrum der Grafen von Plain-Hardegg, eines der bedeutendsten Adelsgeschlechter seiner Zeit. Nach dem Erlöschen dieser Adelsfamilie im Jahr 1260 traten verschiedene Besitzer auf. Im 14. Jahrhundert wurde die Feste den Burggrafen von Maidburg als Reichslehen übergeben, wonach eine 200-jährige Regentschaft folgte.

In dieser Zeit wurde die Burg Hardegg zu einer Doppelburg mit zwei Kapellen ausgebaut. Nach dem Tod Michaels von Magdeburg-Hardegg fiel die Burg den Habsburgern zu. Unter Kaiser Maximilian I. kam es 1494 zum Verkauf der Feste an Heinrich Prueschenk, der nach einem Brand für den Wiederaufbau sorgte. 1656 wurde die Burg Hardegg an die Grafen von St. Julien und 1730 an die Fürsten Khevenhüller-Metsch verkauft. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Burg kaum noch bewohnt. Der Verfall setzte ein. Nicht zuletzt trug ein Brand der Stadt Hardegg im Jahre 1764 dazu bei. Die Bürger trugen Teile der Burg ab und verwendeten die Materialien zum Aufbau ihrer Häuser. Die Feste blieb die nächsten 100 Jahre unberührt, bis Ende des 19. Jahrhunderts Johann-Carl Fürst Khevenhüller-Metsch mit dem Wiederaufbau begann.

Dieser ist als Mitstreiter Kaiser Maximilians I. von Mexiko in die Geschichte eingegangen. Er hatte 1864 bis 1867 in Mexiko an der Seite Maximilians gekämpft. Nach seiner Rückkehr in die Heimat begann er mit der Restaurierung der Burg und richtete gleichzeitig ein Museum zu Ehren Maximilians von Mexiko und zur Erinnerung an das österreichisch-mexikanische Freiwilligenkorps ein. Er starb 1905 und konnte sein Werk nicht vollenden.


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