Museum

Bijan-Bilger Ausstellunghalle


2434 Sommerein

Hauptstrasse 61

Friedrich Kurrent baute für seine Frau, die Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin Maria Biljan-Bilger, eine Bewahrungs- und Pflegestätte ihres umfangreichen Werkes. Die Halle ist kein Museum, sondern Sammelstelle für ein ebenso singuläres Werk, das heute in einer merkwürdigen Weise aus der Zeit und der zeitgeistigen Rezeption hinausgeschoben ist. Dieses Schicksal teilt Maria Biljan-Bilger (Mitbegründerin des Wiener Art-Club) mit einer Reihe von Künstlern, die den Aufbruch nach 1945 dominiert haben, nicht zuletzt mit Fritz Wotruba. Wenn man riskieren will, dieses Werk mit einem Satz zu charakterisieren, dann müsste man von einem umfassenden “Weltentwurf” sprechen, den die Generation nach Picasso, Matisse und Miró unternahm, um vor allem die frühen Kulturen der Menschheit mit den Augen und dem Bewusstsein des modernen Menschen wieder zu entdecken und zu verarbeiten. Die radikale Horizonterweiterung hatte sich aus der Linearität der ausschließlich am Fortschritt orientierten Moderne ausgeklinkt, um sich an der Substanz alter Kulturen neu zu messen.

Text und Bild:
http://maria-biljan-bilger.at


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