Jazz

Zwerm – Electric Guitar Quartet


Programm:
Joel Ford - Gauss Cannon (2006)
Larry Polansky – tween (k-tood #2) (2002)
Nick Didkovsky – Mayhem (2012)
Christian Wolff – Burdocks part VII (1970-1971)
Alvin Curran - Underwater Princess Waltz (1972)
Alvin Curran - Her waltzing with her (1972)
Earle Brown – December 1952
Daniel Goode – The Red And White Cows (1979)
Nick und Leo Didkovsky – Mayhem (2nd version)
Harlow - 26047159
Karl Berger – Quite Some Time Goes By (1975)

Keine Pause

Zwerm ist ein belgisch holländisches E-Gitarren-Quartett, das seit 2007 an der Schnittstelle von komponierter, improvisierter, experimenteller und performativer Musik, von high- and low-culture agiert, und das nicht nur rein musikalisch, sondern auch programmatisch konzeptuell für hochqualitative, außergewöhnliche Projekte steht. Alle vier Musiker sind klassisch ausgebildete Gitarristen (u. a. Studium bei Tom Pauwels) und solistisch und in Ensembles (u.a. Champ d´Action, Collectief Reflexible, Brussels Philharmonic) tätig. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei auf zeitgenössischer Musik. Die erste CD, die sie als Zwerm veröffentlichten, „The World‘s Longest Melody“, wurde von The Wire Magazine postwendend als „an obvious contender for album of the year 2010“ hervorgehoben, ihre Konzerte als „musikalische Entdeckung“ bezeichnet, … und Kwadratuur schrieb begeistert: „If Zwerm would be listed in rocktradition, the quartet seems well in place in the vicinity of Sonic Youth and associates”.

Mit dem Projekt „Underwater Princess Waltz“, das auch auf CD erschienen ist, hat sich Zwerm wieder einer speziellen Aufgabe gestellt: one-page pieces, also auf einem einzigen Blatt notierte Kompositionen, sind hier Ausgangspunkt (diese entsprechen generell der Kategorie von Prozessstücken, haben ihre Wurzeln in der amerikanischen Experimentalmusik und werden immer wieder mit Terry Rileys minimalistischem Meisterwerk In C von 1964 in Verbindung gebracht). Es sind also kurze musikalische Ideen, die teils traditionell notiert, teils als Text oder Grafik festgehalten, an und ab sehr konkret ausformuliert, dann wieder nur als Konzept oder skizzenhaft schematisch festgehalten sind. Sie geben somit hinreichend Interpretationspielraum für Zwerms eigene Kreativität und kompositorische Ideen, werden zu umfangreicheren Stücken entwickelt, führen in spannende, sehr unterschiedliche Klangwelten und lassen untereinander dennoch neue Verbindungslinien entstehen. Kollektives Brainstorming und enge Kollaboration sind in einem solchen Prozess gefragt, manche Stücke finden verschiedene Ausformulierungen, bevor sie sich in einer bestimmten Weise festigen, teilweise bleiben aber auch verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung bestehen. Und das kann bei Zwerm durchaus Versatzstücke aus der Klangwelt des Blues, der freien Improvisation, von Experimentalrock, Noise, Minimalismus, … und vielen anderen zeitgenössischen musikalischen Strömungen und Spielarten beinhalten. (Pressetext)

Johannes Westendorp, Bruno Nelissen, Kobe Van Cauwenberghe, Toon Callier: e-guitar


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