Literatur

Zur Verteidung der Traurigkeit


Es ist unhöflich, traurig zu sein. Es widerspricht der Etikette.
Ich muss mich entschuldigen, in letzter Zeit war es besonders schlimm. Eigentlich war es immer gleich schlimm - aber die Traurigkeit hat in letzter Zeit Gefallen gefunden am lauten Sprechen, am Wüten und Kaputtmachen.

"Ist es nicht an der Zeit, wirklich außer Acht zu lassen, was ich nicnht mehr glauben kann? An der Zeit, jener Logik einen Rau zu geben, die sich hinter meiner Traurigkeit verbirgt?
Der Versuch einer kleinen, privaten, von der Hoffnung befreiten Anthropologie. Der Versuch zu einer Expertise der Nüchternheit.

Es liest: Helmut Köpping

Am Cello: Tristan Schulze


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