Theater

Zu ebener Erde und erster Stock


Nestroy, der große Satiriker der Wiener Komödie, erzählt in seiner „Lokalposse mit Gesang“ von der Fragilität von Herrschaftsverhältnissen. Von den Angestellten über die armen Leute bis zu den Millionären haben alle unterschiedliche Glücksvorstellungen, und fast alle sind zu Korruption und Täuschung bereit, um private und professionelle Ziele zu erreichen.

Ein Mietshaus wird von zwei ungleichen Parteien bewohnt: Im ersten Stock wohnt der reiche Spekulant Goldfuchs mit Tochter und Hauspersonal, zu ebener Erde die arme Tandler-Familie Schlucker. Während sie unten nicht wissen, wie die Miete bezahlt und das Essen beschafft werden soll, werden im oberen Stock Bankette und Bälle gegeben.

Wie es das Schicksal so will, verlieben sich ausgerechnet die Tochter aus gutem Hause und der Sohn der armen Familie ineinander. Ihrem Umfeld ist manche Intrige und Verwechslung recht, um diese Liebe zu verhindern. Es bedarf schon eines unverhofft kommenden Finderlohnes, des Bekanntwerdens einer verschwiegenen Vaterschaft und eines unheilvollen Schiffbruchs, um das Liebesglück zu begünstigen.

Susanne Lietzow, Österreicherin und zweifache Nestroy-Preisträgerin (zuletzt 2014 für Nestroys Höllenangst am Theater Phönix in Linz), führt Regie bei diesem großen Ensemblestück mit bitterbösem Humor. Sie entwirft mit musikalischer Unterstützung von „Wiens emotionalster Garagenpunkband“ eine groteske Zwei-Klassen-Gesellschaft.

Von Johann Nestroy
Regie Susanne Lietzow
Lokalposse mit Gesang


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