Theater

Zu der Zeit der Königinmutter


Fiston Mwanza Mujila zeichnet mit großer Sprachkraft, vom Rhythmus des Jazz inspiriert, eine Welt im Abseits. Die New-Jersey-Bar ist zugleich utopischer und dystopischer Raum, Phantasma und Zufluchtsort der Gestrandeten – ein Ort, der auf jedem Kontinent sein könnte.

Zu der Zeit der Königinmutter

Fiston Mwanza Mujila

Zeit: Gegenwart. Ort: die New-Jersey-Bar. Die kleine Gertraud, Jimmy, der Chef und viele andere Männer und Frauen versammeln sich in dieser heruntergekommenen Bar in einer abgelegenen Gegend an den Rändern Europas, Asiens, vielleicht in Afrika. Der Barkeeper hat schon bessere Zeiten gesehen – „Zu der Zeit der Königinmutter / War das Leben eine Note des Jazz / Wir waren das Leben / Wir waren diese Bar / Wir die leuchtenden Frauen“. Diese Zeit ist unwiederbringlich vorüber, der Goldrausch verflogen, die Nächte der Schwelgerei, der gekauften Liebe und des Erbrochenen sind Vergangenheit. Ein Neuer betritt nun die Bar, ein Neuer, der vielleicht jene selige, rauschhafte Zeit des Tanzens, Saufens und des Sex wiederauferstehen lassen könnte ...

Fiston Mwanza Mujila zeichnet mit großer Sprachkraft, vom Rhythmus des Jazz inspiriert, eine Welt im Abseits. Die New-Jersey-Bar ist zugleich utopischer und dystopischer Raum, Phantasma und Zufluchtsort der Gestrandeten – ein Ort, der auf jedem Kontinent sein könnte. Menschen, ausgespuckt von der Gesellschaft der Anständigen, der Wohlmeinenden, der Gewinnenden, leben hier ihr verzweifeltes, widerständiges Leben. Zu der Zeit der Königinmutter, entstanden mit Unterstützung des Drama Forum Graz, ist der erste Text, den der frankophone Autor auf Deutsch verfasste.

**Besetzung""
Sven Dolinski, Markus Hering, Simon Jensen, Gertraud Jesserer, Mirco Kreibich

Musiker
Elena Todorova, Patrick Dunst, Christian Pollheimer

Regie
Philipp Hauß


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