Literatur

Zoran Feric: In der Einsamkeit nahe dem Meer


Schön ist es, auf dem trockenen Seegras zu liegen, in der Einsamkeit nahe dem Meer. Die Geschichten handeln von der „Welt der Möwen“. „Möwen“ sind die dalmatinischen Jungs, die sich in den 1970ern und 1980ern als Frauenverführer versuchen. Hier die Jünglinge, die in der Kürze des heißen Sommers viele Eroberungen verzeichnen wollen, dort die liberalen, sonnenhungrigen Touristinnen aus Deutschland, Dänemark oder Holland, die auf der exotisch-kommunistischen Insel Rab nach Abenteuern gieren. Doch stets sind die flüchtigen, von sexuellem Verlangen aufgeheizten Begegnungen getränkt von schwerer Melancholie. Offen und bizarr erzählt der Roman von der Verletzlichkeit der menschlichen Seele.

Der Autor Zoran Ferić, geboren 1961 in Zagreb. Studium an der Philosophischen Fakultät von Zagreb. Gymnasiallehrer für Kroatisch. Zahlreiche Publikationen, seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt. Bei Folio: Der Tod des Mädchens mit den Schwefelhölzchen (2003), Die Kinder von Patras (2006), Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr (2012). Mit zahlreichen literarischen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Preis der Zeitung „Jutarnji List“, dem Vladimir-Nazor-Preis und dem Preis der Stadt Zagreb.


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