Vortrag

Jens Misera - Zielpunkttraining


Angriff statt Verteidigung
„Wer Gewaltverbrecher analysiert, sieht, dass diese Gewalt bedingungslos und daher nahezu unübertroffen erfolgreich ausüben. Wer sich jemals in einer solchen Situation asozialer Gewalt wiederfindet, hat keine Chance als Opfer, das zu beschwichtigen oder sich zu verteidigen versucht. Es gilt zum Schutz des eigenen Lebens, selbst zum Täter zu werden. Sozialkompetenz ist außer Kraft gesetzt, wenn der Angreifer entschieden hat, dass statt sozialer nur noch physikalische Regeln gelten.“

Und genau diese physikalischen Regeln unterrichtet Jens Misera in seinen Seminaren. In Kleingruppen trainiert er Erwachsene ab 18 Jahren erst in den anatomischen Besonderheiten einzelner körperlicher Zielpunkte (besonders verletzliche Stellen) und übt in Folge mit ihnen, wie diese Zielpunkte unter Anwendung des eigenen Körpers beim Gegner zerstört werden können.

Authentisches Ernstfall-Training
Um im Training authentisch auf den Ernstfall vorzubereiten, findet während der praktischen Übungen keinerlei Kommunikation statt. Einander Zulächeln oder Aufhelfen sind tabu. Die Übungen laufen im Zeitlupentempo ab. Derart erkennen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Fehler sofort und korrigieren sie, statt sich fehlerhaftes Verhalten anzueignen. Dadurch ist Vorsorge getroffen, dass im Ernstfall, wenn alles schnell abläuft und daher unvermeidbar Fehler passieren, ein effektives Ergebnis zustande kommt. Die Aufgabe des Trainingspartners besteht darin, Reaktionen zu simulieren – zu erwartende Reflexe auf spezifische Verletzungen. So prägt sich die oder der aktiv Trainierende zu den eigenen Bewegungsabläufen auch das Ergebnis ein, welches die jeweils eigene Aktion bewirkt.

Ausführlicher Theorie-Teil
Den praktischen Übungen vorangestellt ist ein ausführlicher Theorie-Teil. Fragen wie „Was ist Gewalt und wie unterscheidet sie sich von sozialer Aggression?“, „Wie kann sinnvoller Selbstschutz aussehen?“ beziehungsweise „Wie ist die Rechtslage bezüglich Notwehr?“ werden ausführlich thematisiert und diskutiert.


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