Kunstausstellung · Ausstellung: Wissen

Zerrissene Landschaften - Christian Thanhäuser/ Karl Kraus


Literatur und ihre Landschaften beschäftigen den Künstler, Verleger und Leser Christian Thanhäuser bereits früh: Sei es die Donau, sei es das an Oberösterreich angrenzende – lang abgegrenzte – Südböhmen, seien es Wege in literarischen Texten selbst, die zum eigenen Illustrieren von Büchern führen.

Aufenthaltsorte und Landschaften fanden auf vielfältige Weise auch Einzug in die literarischen Werke des Satirikers, Publizisten und Schriftstellers Karl Kraus: als ästhetische Inspiration oder als notwendige Kulisse seines Schreibens – an ganz unterschiedlichen Schreiborten – wie Schloss Janowitz (CZ) oder Thierfehd (CH).

In der von Christian Thanhäuser konzipierten Ausstellung treten die beiden Künstler miteinander in Dialog. Aus gegebenem Anlass werden Beispiele aus Kraus’ Schriften zu 1918 wie auch zu seiner Auseinandersetzung mit Adalbert Stifter oder dem Familien-Sommerfrischeort (Bad) Ischl präsentiert. An Karl Kraus zeigt sich die Möglichkeit einer Gleichzeitigkeit eines Schreibens über Schönheit sowie über Apokalypse, etwas, das Christian Thanhäuser auch in seinen Arbeiten anregte.

Die Begegnung Thanhäusers mit den Texten von Kraus und seinen (inneren und äußeren) Landschaften wird – eine Zeitspanne von einem Jahrhundert überbrückend – als künstlerischer Prozess in beeindruckender Weise auch materiell sichtbar: in Form von Druckstöcken, -stempeln und von Thanhäuser verwendetem Werkzeug, bis hin zu seinen neuen poetischen Bildern.

Wissenschaftliche Beratung zu Karl Kraus: Katharina Prager


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