Vortrag · Theater

ZeitgenossInnen im Gespräch - Den Frauen ihr Recht!


Zu Gast bei Renata Schmidtkunz die Präsidentschaftskandidatinnen:

Dr. Irmgard Griss
BiMag. Gertraud Knoll
Barbara Rosenkranz
Dr. Heide Schmidt

"Den Frauen ihr Recht!"

1918 brachte das Ende des Ersten Weltkriegs den Zerfall der Habsburgermonarchie und die Ausrufung der Republik Österreich – all das erinnert man im Jubiläumsjahr 2018. Weniger präsent in den offiziellen Feierlichkeiten ist die Tatsache, dass mit der Ausrufung der Republik auch das aktive und passive Frauenwahlrecht in der Verfassung verankert wurde. Die Hälfte der Bevölkerung durfte nun auch aktiv an der politischen Gestaltung Österreichs teilnehmen. Nach den ersten Wahlen im Februar 1919 zogen acht Frauen ins Parlament ein. Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurden nicht nur Frauenrechte, sondern auch die Frauen selbst aus den politischen Funktionen gedrängt. Nach 1945 kamen auch die Frauen wieder zurück in die Politik. Die Kommunistin Helene Postranecky wurde unter der alliierten Besatzung Unterstaatssekretärin für Volksernährung. Nach dem Wahlsieg der Sozialdemokraten unter Bundeskanzler Bruno Kreisky wurde 1979 Johanna Dohnal Staatssekretärin für allgemeine Frauenfragen. 1990 wurde aus dem Staatssekretariat das Bundesministerium für Frauenfragen mit Johanna Dohnal als Ministerin. Große Erfolge. Aber weder eine Bundespräsidentin noch eine Bundeskanzlerin hat es bisher gegeben. Und das, obwohl 52 Prozent der Wahlberechtigten Frauen sind.

Vier der sechs bisher für das präsidentielle Amt kandidiert habenden Politikerinnen – Irmgard Griss, Gertraud Knoll, Barbara Rosenkranz und Heide Schmidt – ergründen im Gespräch mit Renata Schmidtkunz mögliche Ursachen dafür. Und sie werfen den Blick nicht nur zurück auf vergangene, gesellschaftliche und individuelle Erfahrungen, sondern fragen auch nach der zukünftigen Partizipation von Frauen am politischen und ökonomischen Geschehen.


Vergangene Termine