Oper · Theater

Zazà


Theater an der Wien

1060 Wien, Linke Wienzeile 6

Heute

19:00
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Mit einer Opernrarität eröffnet das Theater an der Wien seine Saison 2020/21: Ruggiero Leoncavallos vierte Oper ist die bittersüße Liebesgeschichte der Künstlerin und Kurtisane Zazà. Sie ist der umjubelte Star des Varietétheaters Alcazar in St. Etienne, findet aber letztlich weder Glück, noch die große Liebe.

Commedia lirica in vier Akten (1919)
Musik von Ruggero Leoncavallo
Libretto von Ruggero Leoncavallo unter Mitarbeit von Carlo Zangarini
nach dem gleichnamigen Schauspiel von Pierre Berton und Charles Simon
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Neuproduktion des Theater an der Wien

Ruggero Leoncavallos Ruhm gründet sich auf einer einzigen Oper, auf Pagliacci, besser bekannt als Der Bajazzo. 1892 uraufgeführt, ist es ein Initialwerk des Verismo. Mit Zazà hatte er jedoch zu Lebzeiten auch beachtenswerten Erfolg. Nach der Uraufführung 1900 am Teatro Lirico in Mailand wurde Zazà international häufig gespielt, vorausgesetzt, es gab eine Primadonna, die der anspruchsvollen Titelpartie gewachsen war. Zazà gehört stilistisch auch zum Verismo und spielt im schillernden Künstlermilieu. Leoncavallo kannte Varietés aus eigener Erfahrung, denn vor seinem großen Erfolg mit Der Bajazzo verdiente er sich als Pianist in solchen Etablissements in Paris sein Geld. In einer Art experimenteller, moderner Collage-Technik überlagern sich verschiedene Musiken und Musikstile. In dem prinzipiell an Wagner orientierten Deklamationsfluss blitzen auch immer wieder arienhafte Momente auf, wachsen sich aber nie zu einer schlagertauglichen Melodie aus – was sicherlich die Popularität von Zazà eingedämmt hat. Am Theater an der Wien zeigen wir die zweite, gestraffte Fassung aus dem Jahr 1919, ergänzt um drei Einlagen aus der Erstfassung (1900).

Erstmals am Theater an der Wien übernimmt der österreichische Dirigent Stefan Soltész die Musikalische Leitung einer Produktion. Die Regie liegt in den Händen von Christof Loy, der oft und gern gesehener Gast am Haus ist und zuletzt mit der Inszenierung von Webers Euryanthe überzeugte. Das internationale Sängerensemble führt die junge russische Sopranistin Svetlana Aksenova an, die in der Titelpartie am Theater an der Wien debütiert. Ihr zur Seite stehen u.a. der Grazer Tenor Nikolai Schukoff, der vielseitige Christopher Maltman, Dorothea Herbst, Enkelejda Shkosa und Juliette Mars. Es spielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, es singt der Arnold Schonberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner).

  • Heute

    19:00
  • Mo., 21.09.2020

    19:00
  • Mi., 23.09.2020

    19:00
  • Fr., 25.09.2020

    19:00
  • So., 27.09.2020

    19:00