Oper · Klassik

Zais


Jean-Philippe Rameau schuf Zaïs 1748 für die Pariser Oper. Nicht lange zuvor war der Komponist zum Compositeur du Cabinet du Roi ernannt worden, und er lieferte in den folgenden Jahren eine Reihe von leichteren, unter- haltsameren Opéra-ballets, darunter auch Zaïs. Allerdings heißt das nicht, dass Rameau von seinem eigenen Anspruch, die französische Oper neu zu definieren, abließ.

Die Titelfigur Zaïs ist ein Luftgeist, der eine Liebesbeziehung zu der sterblichen Schäferin Zelidie unterhält. Er will ihre Treue prüfen und setzt sie daher einigen Proben aus, die sie tadellos besteht. Am Ende erhält sie von Geisterkönig Oromazès ebenfalls die Unsterblichkeit verliehen, und Zaïs kann sie heiraten.

Die Oper enthält einige der schönsten Momente französischer Musik und hatte bei der Uraufführung bereits einen bemerkenswerten Erfolg. Besonders hervorgehoben und diskutiert wurden Ouvertüre und Prolog, worin mit den Mitteln der Musik dargestellt wird, wie der mächtige Oromazès die Elemente voneinander scheidet und eine Weltenharmonie herstellt. Das musikalische Chaos schien manch einem Zeit- genossen zu realistisch, weil zu dissonant, andere wieder waren von Rameaus außergewöhnlichen Erderschaffungs- harmonien begeistert.

Pastorale héroique en un prologue et quatre actes créée le 29 février 1748 à l´Académie royale de musique de Paris.

Musik von Jean-Philippe Rameau

Besetzung:

Musikalische Leitung Christophe Rousset
Zaïs Julian Pregardien
Zelidie Sandrine Piau
Oromazès Aimery Lefèvre
Cindor Benoît Arnould
Sylphide, La grande Prêtresse de l´amour Amel Brahim-Djelloul
Amour Hasnaa Bennani
Un sylphe Zachary Wilder
Chor Chœur de Chambre de NAMUR
Ensemble Les Talens Lyriques


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