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Yuris Night


Am 12. April 1961 flog der Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch ins All. Damit begann das Zeitalter der bemannten Raumfahrt. Jeden 12. April finden weltweit zahlreiche Veranstaltungen statt, auch in Wien hat der Tag Tradition: Schon zum 7. Mal veranstaltet Der Orion einen spannenden Abend für Weltraumfreunde, dieses Jahr in der Urania im Zentrum von Wien. Erfahren Sie, wie der Weltraummüll in der Erdumgebung ermittelt wird, was geschieht, wenn junge Sterne beben, und wie der Weltraum friedlich genutzt wird.

Programm:

18:00 Uhr Begrüßung | Mag. Dr. Günther Sidl, Direktor der Wiener Urania

18:10 Uhr Die Abbildung des Himmels | Maria Pflug-Hofmayr, Der Orion | Übersetzung Astronomy Picture of the Day

Der gestirnte Himmel fasziniert die Menschheit seit Anbeginn, schon in der Steinzeit entstanden die ersten Abbildungen. Jeder technische Fortschritt eröffnete neue Möglichkeiten: die Erfindung des Fernrohrs, die Entdeckung unsichtbarer elektromagnetischer Wellenlängen, die Fotografie und schließlich die Raumfahrt. Maria Pflug-Hofmayr zeigt einen kurzen Abriss über die vielfältigen Versuche der Menschheit, Himmelsphänomene zu dokumentieren.

18:30 Uhr Neue Ergebnisse zur Beschreibung der Weltraummüll-Umgebung | Dr.-Ing. Carsten Wiedemann, TU Braunschweig, Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme

Die große Gefahr des Weltraummülls geht von den hohen Kollisionsgeschwindigkeiten aus, die im Weltraum auftreten können. Diese liegen in einer Größenordnung von 10 Kilometern pro Sekunde. Noch ist das Risiko im All nicht dramatisch. Der Weltraum ist zurzeit in einem Zustand, der noch akzeptabel ist. Wenn wir aber Raumfahrt betreiben wie bisher, dann werden Kollisionen im Weltraum in Zukunft häufiger auftreten.

19:15 Uhr Die friedliche Nutzung des Weltraums | Dialog mit Simonetta di Pippo, Director of the United Nations Office for Outer Space Affairs (UNOOSA)

19:45 Uhr Pause | Signiertisch mit Eugen Reichl

20:00 Uhr Wenn junge Sterne beben | Dr. Konstanze Zwintz, Universität Leuven (BE) und Institut für Astro- und Teilchenphysik, Universität Innsbruck

Die frühen Phasen eines Sterns bestimmen sein weiteres Schicksal und auch sein Ende. Eine vielversprechende Methode, den Aufbau und die Entwicklung junger Sterne zu untersuchen, ist die Erforschung ihrer Schwingungen. Diese "Beben" kennt man bei alten Sternen seit über 100 Jahren. Aber dass junge Sterne schwingen können, haben Wissenschaftler erst vor etwa 20 Jahren entdeckt.

2014 gelang einem Wissenschaftlerteam um Dr. Konstanze Zwintz ein großer Durchbruch. Sie konnten zeigen, dass die beobachteten Schwingungseigenschaften junger Sterne von ihrem jeweiligen Entwicklungszustand abhängen: Die am wenigsten entwickelten jungen Sterne schwingen am langsamsten, während die am weitesten entwickelten, also kurz vor dem "Erwachsenwerden", am schnellsten schwingen. Die Daten für diese Arbeit wurden zu einem Großteil von dem kanadischen Satelliten MOST (Microvariability and Oscillations of Stars) und dem europäischen Satelliten CoRoT (Convection, Rotation and Planetary Transits) sowie einigen Observatorien auf der Erde gesammelt.

20:45 Uhr Verleihung des Polarstern Preises durch das Österreichische Weltraum Forum

Moderation: Eugen Reichl und Monika Fischer


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