Theater

Yukonstyle


„Larger than life“ – so lautet der Slogan der Kanadischen Provinz Yukon. Eine Landschaft, geprägt durch den mächtigen Fluss, eine Landschaft, die so groß ist, dass man dort nicht alleine existieren kann. Hier leben drei sehr unterschiedliche Menschen unter einem Dach.

Yuko, die im Internet nachgeschaut hat, wo auf der Welt es die wenigsten Japaner gibt. „Das war hier. Also habe ich alles verkauft. Und bin hergekommen.“ Kate, die von Yuko eines Nachts bei minus 40 Grad in einem weißen Spitzenkleid auf der Straße aufgelesen wurde. Kate, die sich mit Landschaft vollstopfen und dann wie ein Partyluftballon platzen will: „Ich will mich in einen schwarzen Konfettiregen verwandeln und in eiskalter Nacht auf den Yukon schneien.“ Garin, der besessen ist von der Idee, dass seine indianische Mutter, die verschwunden ist, als er zwei Jahre alt war, dem bestialischen Serienmörder Robert Pickton zum Opfer fiel. Darüber vergisst er ganz seinen Vater, der die Musik von Neil Young liebt und mehr noch den Gin – die Leberzirrhose inklusive.

Wie soll man auch überleben in einem Land voller Berge, Bisons, Fast Food, Serienmörder und Schnee? Die Frage treibt die junge Kanadierin Sarah Berthiaume an. Ihr Stück ist ungewöhnlich, knallhart und komisch, wild und poetisch zugleich – Yukonstyle eben.

Schauspiel von Sarah Berthiaume
Deutsch von Christa Müller und Frank Weigand

Deutschsprachige Erstaufführung

Regie Susanne Schmelcher
Ausstattung Salha Fraidl


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