Jazz · World Music

Yukah feat. Insingizi & Mamadou Diabate


Ein neues Projekt mit zwei außergewöhnlichen Musikern: Mamadou Diabate am Balafon und Dramane Dembele mit der afrikanischen Flöte (peul flute), beide Meister auf ihren Instrumenten.

Mamadou Diabate, seit 2012 endlich auch österreichischer Staatsbürger, lebt nun seit 2000 in Wien; Die Weltmusik-/Jazz- und sonstige Szene hier hat er außerordentlich belebt, was schlicht und einfach in seiner musikalischen Meisterschaft begründet liegt. Er spielt ungemein virtuos, aber nie maniriert, seine Arrangements sind ausgefuchst gleichwie geradlinig. Seine Konzerte überzeugen Kenner westafrikanischer Traditionen ebenso wie Jazzfans und Klassik-Adepten.

Geboren wurde er 1973 in Torosso, einem kleinen Dorf in Burkina Faso. Als Mitglied einer Dynastie von Griots, den professionellen Musikern und Geschichtenerzählern Westafrikas, erhielt er von klein auf Musikunterricht: „Ich war ca.5 Jahre alt, als meine professionelle Ausbildung begann.“ 1985 gewann er den ersten Preis des Nationalen Balafonwettbewerbs von Burkina Faso. 1998 sollte er ein zweites Mal in diesem Bewerb siegen; da war er allerdings bereits am Absprung nach Europa, genauer: Österreich.

Die Zahl afrikanischer MusikerInnen, die nach Europa gingen, ist Legion. Manche brachen – gezwungenermaßen oder nicht – alle Brücken zu ihrer Heimat ab; andere kehrten nach einer Weile wieder zurück; wieder andere leben im steten Austausch zwischen alter und neuer Heimat, wie Mamadou Diabate: Einerseits hält er sich jährlich mehrere Wochen in Burkina Faso auf, andererseits spielt er auch in der Österreich im wesentlich pure Musik aus Westafrika, wenn auch in neuen Kompositionen. Dass diese sich nahtlos mit anderen Genres verbinden lassen, beweisen zahlreiche grenzüberschreitende Programme, die Mamadou Diabate in ganz Europa und längst auch Asien und Amerika in die Tat umsetzt. Mit seiner Gruppe Percussion Mania gewann er zudem einen Austrian World Music Award (2011) und den Grand Prix des Triangle du Balafon (Mali 2012), sowie als Solist den Prix Alkaly Camara de la virtuosité (Mali, 2012). Seine Diskographie präsentiert denn auch Balafon-Soli ebenso wie groß besetzte Ensembles mit Gästen aus anderen Stilen. Ein Zeichen der Anerkennung, die Mamadou Diabaté international erhält, ist die enge Zusammenarbeit mit seinem Landsmann Cheik Tidiane Seck, der an der Seite von Hank Jones, Joe Zawinul oder Salif Keita Musikgeschichte geschrieben hat.

Trotz jener frühen Musik-Schulung entkam Mamadou Diabate Ende der 1980er Jahre gerade noch dem Abrutschen in die (Drogen-)Kriminalität. Davor bewahrt hat ihn auch die Neugier, sich zu bilden, zu wissen, Sprachen zu lernen etc.

Seit 2004 engagiert er sich demensprechend für sein Schulprojekt in der Stadt Bobo-Dioulassou, das vom "SABABU-Verein für Chancengleichheit und Förderung des interkulturellen Dialogs“ getragen wird.


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