Klassik

Yuja Wang - Klavier, Gautier Capuçon - Violoncello


Yuja Wang - Klavier
Gautier Capuçon - Violoncello

Programm:

Claude Debussy:
Sonate für Violoncello und Klavier d-moll L135

Sergej Prokofiev:
Sonate für Violoncello und Klavier C-Dur op.119

Pause

Sergej Rachmaninov:
Sonate für Violoncello und Klavier g-moll op. 19

Die im Kriegsjahr 1916 im Pariser Salle Gaveau uraufgeführte Sonate von Claude Debussy ist von Eleganz und poetischem Zauber geprägt, voller Reminiszenzen an den französischen Barock.

Die dreisätzige Sonate von Sergei Prokofiev ist dem russischen Großmeister am Cello Mstislav Rostropovich gewidmet, der sie im Jahre 1950 mit Sviatoslav Richter uraufgeführt hat. „Ein wunderbares Musikstück….“ urteilte der anwesende russische Komponist Nikolai Miaskovsky.

Dies gilt auch für die Cellosonate von Sergej Rachmaninov, voll von melodischem und harmonischem Reichtum. Diese Sonate und das 2. Klavierkonzert bedeuteten den Wendepunkt in Rachmaninovs künstlerischer Entwicklung, ausgelöst durch die hypnotische Behandlungsmethode des Psychiaters Nikolai Dahl.

Gautier Capuçon hat sich längst als einer der führenden Cellisten seiner Generation etabliert und sorgt regelmäßig mit seinen Aufnahmen und Konzerten für Aufsehen. 1981 in Chambéry geboren, begann Capuçon im Alter von fünf Jahren mit dem Cellospiel. Er studierte am Conservatoire National Supérieur in Paris bei Philippe Muller und Annie Cochet-Zakine und anschließend in der Meisterklasse von Heinrich Schiff in Wien. Als Gewinner zahlreicher erster Preise bei internationalen Wettbewerben wurde Capuçon 2001 bei den Victoires de la Musique als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet und erhielt 2004 einen Borletti-Buitoni Trust Award. Seitdem wurde er auch mit mehreren Echo Klassik Preisen geehrt, zuletzt für seine Aufnahme mit Gergiev und für die Einspielung von Faurés kompletter Kammermusik. Gautier Capuçon spielt als Solist mit großen Orchestern weltweit und arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Valery Gergiev, Gustavo Dudamel, Semyon Bychkov, Bernard Haitink, Myung-Whun Chung, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach und Yannick Nézet-Séguin. In den vergangen Spielzeiten erhielt er großen Beifall für seine Debüts mit den Berliner Philharmonikern und Dudamel, dem London Symphony Orchestra unter Gergiev, dem Montreal Symphony Orchestra unter Plasson und den Sinfonieorchestern von Chicago, Philadelphia, und Boston mit Charles Dutoit u.v.a.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker tritt Gautier Capuçon regelmäßig bei großen Festivals in ganz Europa auf, wie dem Verbier Festival und dem Progetto Martha Argerich in Lugano. Darüber hinaus ist Gautier Capuçon auch immer wieder mit Partnern wie Martha Argerich, Nicholas Angelich, Daniel Barenboim, Yuri Bashmet, Frank Braley, Gérard Causse, Myung-Whun Chung, Jérôme Ducros, Hélène Grimaud, Angelika Kirchschlager, Katia & Marielle Labeque, Mikhail Pletnev, Leonidas Kavakos, Stephen Kovacevich, Gabriela Montero, Viktoria Mullova, Menahem Pressler, Vadim Repin, Jean-Yves Thibaudet, Maxim Vengerov, Yuja Wang sowie mit seinem Bruder Renaud zu hören. Gautier Capuçon spielt auf einem Instrument von Matteo Goffriler aus dem Jahre 1701.

Flying Fingers − diesen Spitznamen trägt die 1987 in Peking geborene Pianistin Yuja Wang, Tochter einer Tänzerin und eines Schlagzeugers, nicht zu Unrecht: Wie ihr Landsmann Lang Lang verfügt sie über außergewöhnliche technische Fähigkeiten und eine vorwärtsdrängende Musizierfreude, die selbst beinahe unspielbare Stücke als bloße Fingerübungen erscheinen lassen. In den wenigen Jahren seit ihrem Debut mit dem National Arts Center Orchestra unter Pinchas Zuckerman im Jahr 2005, das die Presse mit „Ein neuer Stern am Himmel“ kommentierte, ist Yuja Wang bereits mit den bedeutendsten Orchestern der Welt aufgetreten, so wie dem Boston und Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles und London Philharmonic Orchestra, der Academy of St. Martin in the Fields und dem Tonhalle-Orchester Zürich. 2006 gab sie ihr Debut bei den New York Philharmonikern und spielte in der folgenden Saison mit dem Ensemble unter Lorin Maazel in Japan und Korea.

Ihr Debut in der Carnegie Hall hatte sie 2009 mit dem You Tube Symphony Orchestra unter Michael Tilson Thomas, ihr gefeiertes Solodebut zwei Jahre später im Oktober, anschließend Auftritte mit dem Royal Concertgebouw Orchestra und den Israel Philharmonic unter Zubin Mehta. Yuja Wang ist seit 2009 Exclusivkünstlerin bei der Deutschen Grammophon und erhielt für ihre erste CD Sonatas & Etudes den Classic Grammophone Awards Young Artist of the Year, das zweite Album Transformations wurde vom Gramophone Magazin zum Album des Monats gewählt und die Aufnahme mit Claudio Abbado und dem Mahler Chamber Orchestra (Rachmaninov Klavierkonzert Nr.2 und Rhapsodie über ein Thema von Paganini) wurde für einen Grammy nominiert.


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