Theater

Yellow - The sorrows of Belgium


In seiner Trilogie „The Sorrows of Belgium“ beleuchtet Luk Perceval, einer der wichtigsten zeitgenössischen Theatermacher Europas, drei dunkle Kapitel der Geschichte Belgiens.

Gleich den Farben der belgischen Nationalflagge tragen diese die Namen „Black“, „Yellow“ und „Red“. Yellow, eineKoproduktion zwischen dem NT Gent, demLandestheater Niederösterreichund LeManège Maubeuge, behandelt die flämischeKooperation mit den deutschen Besatzern während des Zweiten Weltkriegs, zeigt die Verstrickungösterreichisch-belgischer NS-Geschichteund führt einmal mehr die europäische Dimension des Zweiten Weltkriegesvor Augen.

Eine flämische Familie kollaboriert begeistert mit den belgischen Nationalisten. Nur ein Onkel weigert sich und versucht, einer jungen aus Wien geflohenen Jüdin zu helfen. Als der Krieg zu Ende geht, spaltet sich die Familie endgültig. Der eine Teil beginnt an der national-sozialistischen Ideologie zu zweifeln, während sich der andere Teil hochrangigen Ex-Militärs wie Léon Degrelle und dem Österreicher Otto Skorzeny anschließt und nach Spanien flieht. Dort träumen sie weiter von einer faschistischen Zukunft unter dem Franco-Regime.

Yellow sollte am 11. März am NT Gent vor Publikum präsentiert werden, wird aber nun aufgrund des Vorstellungsverbots von Luk Perceval exklusiv als Online-Premiere speziell für die Kamera inszeniert. Die Theaterversion kommtin Gent zur Premiere, sobald es die Corona-Krise zulässt.

Am Landestheater Niederösterreich wird die internationale mehrsprachige Koproduktion, in der unser Ensemblemitglied Philip Leonhard Kelz die Rolle des österreichischen SS-Offiziers Otto Skorzeny spieltund die unsere DramaturginMargit Niederhuber mit betreut hat, in der kommenden Spielzeit 2021/22 als Österreich-Premiere zu sehen sein.

Mit Peter Seynaeve, Chris Thys, Lien Wildemeersch, Bert Luppes, Maria Shulga, Oscar Van Rompay,
Philip Leonhard Kelz, Valéry Warnotte

Inszenierung Luk Perceval


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