Oper · Klassik

Xerse


Mit der 1654 im venezianischen Teatro SS Giovanni e Paolo uraufgeführten Oper Xerse sollte Francesco Cavalli einen seiner größten Erfolge erzielen. Zu seinen Lebzeiten erfuhr das Stück allein in Italien noch mindestens neun Produktionen.

Ein weiterer, besonders spektakulärer Anlass waren die Pariser Feierlichkeiten zur Hochzeit von Ludwig XIV. und Maria Theresia von Spanien 1660, wobei die Xerse-Aufführung hier eher unfreiwillig zu Stande kam: Die Einstudierung der eigentlichen Hochzeitsoper L‘Ercole amante, die Cavalli auf Einladung Kardinal Mazarins extra für diesen Anlass komponiert hatte, verzögerte sich aufgrund der nicht rechtzeitigen Fertigstellung des neuen Theaters in den Tuilerien so sehr, dass man schließlich auf eine bereits gespielte und in technischer Hinsicht bewältigbare Oper, eben Xerse, zurückgriff. Das war zumindest insofern ein glücklicher Ersatz, als es auch hier um Heirat in höchsten Kreisen geht: Der Perserkönig Xerse und sein Bruder Arsamene ringen beide um die Hand Romildas, der Tochter des abydischen Fürsten Ariodate.

Romilda gibt Arsamene eindeutig den Vorzug, was Xerse aber nicht davon abhält, sie für sich einzufordern, indem er ihre Hand als Teil eines Bündnisses mit Ariodate betrachtet. Nach zahlreichen Verwirrungen und Verstrickungen dürfen Romilda und Arsamene am Ende schließlich doch heiraten, aber auch Xerse wird nicht leer ausgehen…

Besetzung:

Musikalische Leitung - Emmanuelle Haim
Xerse - Ugo Guagliardo
Arsamene - Tim Mead
Ariodate - Carlo Vincenzo Allemano
Romilda - Emöke Baráth
Adelanta - Camille Poul
Eumene - Emiliano Gonzalez Toro
Amastre - Emmanuelle de Negri
Aristone - Frédéric Caton
Elviro - Pascal Bertin

Le Concert d´Astrée


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