Theater

Wütende Weiße Männer


Nach dem großen Erfolg in Klagenfurt nun auch in Wien! Das Stück über reaktionäre Formen von Männlichkeit, mit den zwei Cowboys Sonja Kreibich und Aline-Sarah Kunisch, musikalisch unterstützt von Oliver Welter (naked lunch), inszeniert von Ute Liepold.

Pressestimmen

„Abgründe männlicher Identität, Gewalt und Macht und das letzte Aufbäumen des Patriarchats. Von Theater Wolkenflug werden die ernsten Themen zu einer ironisch-witzigen Textcollage mit Musik verwoben.“ (ORF)
„Für „Wütende weiße Männer“ haben Ute Liepold und Bernd Liepold-Mosser sattsam bekannte Phrasen, Aussagen und Verhalten (brüllen, schießen etc.) von Männern, die mit Gleichberechtigung und zeitgemäßen Rollenbildern nicht zurechtkommen, verschränkt: von Handkes Ausfall gegen eine ORF-Journalistin, der Herabwürdigung von Greta Thunberg oder Carola Rackete in sozialen Medien bis zum Kärntner Tupe, den der Musiker Oliver Welter im breiten Dialekt vorführt. Dazwischen kratzen sich zwei Cowboys (Sonja Kreibich und Aline-Sarah Kunisch) an den nicht vorhandenen Eiern, ballern um sich und produzieren reaktionäre Sprechblasen.“ (KLEINE ZEITUNG)

Zum Stück

Obwohl die Bemühungen von Emanzipation, Gleichberechtigung und Modernisierung in den letzten Jahrzehnten zu einer Weiterentwicklung in den Rollenbildern und im Geschlechter-Verhältnis geführt haben, sind wir heute weltweit mit einer Rückkehr von eigentlich schon überwunden geglaubten Stereotypen und Mustern konfrontiert.

Der Hintergrund dieses besorgniserregenden Backlash sind soziale Ängste und gesellschaftlicher Orientierungsverlust sowie das diffuse Gefühl, bisherige Privilegien und Vormachtstellungen zu verlieren. Die Äußerungsform sind nicht selten affektgeladene Ressentiments, mit denen sich die Vertreter einer eigentlich privilegierten Gesellschaftsgruppe gegen ihren tatsächlichen oder vermeintlichen Niedergang wehren.

Das Stück versucht einen ironisch-kritischen Umgang mit den Phrasen und Kampfparolen, die sich nicht selten mit reaktionärer, nationalistischer Politik verbinden und zu einer nicht zu unterschätzenden Gefahr für unsere Demokratie werden könnten.
In dem Stück treten die zwei Schauspielerinnen als Cowboys auf. Breitbeinig, den Colt stets zur Hand, verkörpern sie verschiedene Spielarten der wütenden Männer – musikalisch begleitet und unterstützt von Oliver Welter, der in seiner unvergleichlichen Weise den Stil von Western- und Countrymusik neu interpretiert und für das Stück drei Lieder komponiert hat.

INSZENIERUNG: Ute Liepold
TEXT: Ute Liepold und Bernd Liepold-Mosser
VIDEO: Philip Kandler
MIT: Sonja Kreibich (Schauspiel), Aline-Sarah Kunisch (Schauspiel) und
Oliver Welter (Musik und Schauspiel)


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