Literatur · Theater

Wortsucht - Ein Abend für Robert Schindel


Lesung mit Elisabeth Orth, Sylvie Rohrer, Peter Matić und eingeladenen Autoren

Der Schriftsteller Robert Schindel wurde am 4. April 1944 in Bad Hall bei Linz geboren.

Seine Eltern wurden, nachdem sie, getarnt als elsässische Fremdarbeiter, versucht hatten, eine kommunistische Widerstandsgruppe aufzubauen, im August 1944 nach Auschwitz deportiert. Schindels Vater wurde im März 1945 in Dachau ermordet, seine Mutter überlebte Auschwitz und Ravensbrück.

Seit 2009 lehrt Schindel am Institut für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören u. a. „Ohneland. Gedichte vom Holz der Paradeiserbäume 1979-1984“ (1986), der auch verfilmte Roman „Gebürtig“ (1992), die Essay-Sammlung „Man ist viel zu früh jung.“ (2011) sowie zuletzt 2013 der Roman „Der Kalte“ und sein Theaterstück „Dunkelstein“ (2010).

Robert Schindel erhält den Heinrich-Mann-Preis 2014. In der Begründung der Jury heißt es: „Mit seinem formal reichen, vielgestaltigen Werk – Gedichte, Romane, Stücke, Libretti und Essays – knüpft Robert Schindel dort an, wo Heinrich Mann aufhören musste: bei der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, und entwickelt daraus ein großes Orchester von Stimmen und Stimmungen, Idiosynkrasien und Traumata, Glücksmomenten und Sehnsüchten, Vergessenem und Schwelendem, und dabei gelingt ihm, was nur große Literatur vermag: dass wir Zeitgenossen uns begreifen und Spätere uns verstehen.“


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