Klassik

Wort & Musik: Kafka-Fragmente


Vierzig Miniaturen, extrahiert aus Kurztexten, Tagebucheinträgen und Briefen Kafkas, komponierte György Kurtág in den Jahren 1985/86 für Gesang und Violine.

„Ich konnte an nichts Anderes mehr denken, wie ein kleiner Junge, der von einer verbotenen Speise nascht. Eine Welt aus knappen Sprachformeln, erfüllt von Trauer, Verzweiflung, Humor, Hintersinn, von so vielem zugleich“ schreibt Kurtág über die Ausarbeitung seines Werkes. Lautmalerische Klänge fordern eine außerordentliche technische Bandbreite des Violinspiels, wobei schnell vom einen zum andersgestimmten Instrument gewechselt wird. Radikale Sprünge, unterschiedliche Färbungen des Sprechgesanges sowie extravagante Schreie verlangt die Komposition der Sängerin ab. Diesen Herausforderungen stellen sich Sarah Maria Sun und Oswald Sallaberger mit einer intensiven Interpretation.

György Kurtág
Kafka-Fragmente op. 24 für Sopran und Violine


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