Literatur · Theater

Wolfram Huber - Das Ende einer Epoche - des Kaisers letzte Tage


Zum 100. Todesjahr von Kaiser Franz Joseph: "Das Ende einer Epoche" - des Kaisers letzte Tage.

Dieser Abend versucht in dramatischer Aufbereitung, dem Publikum die Geschehnisse in der allerletzten Lebenszeit des Monarchen nahezubringen. Dabei wird auch jene Person beleuchtet, die über zwei Jahrzehnte dem Kaiser am nächsten war, nämlich sein Leibkammerdiener Eugen Ketterl, Sohn eines Drechslermeisters.

Dass Franz Josefs unerfahrener Nachfolger Karl sogleich mit größten Schwierigkeiten konfrontiert war, vor allem, was die Forderungen der Ungarn betraf, fasse Baron Burian, sein Minister des Äußeren, in dem Satz zusammen „Zum Schluss werden für den Kaiser von Österreich allein das Königreich Jerusalem übrigbleiben, samt den unbezahlten Rothschildschulden. Franz Josef hat Österreich in 68 Jahren nicht zugrunde regieren können, aber wenn der junge Herr dieses Tempo weiter einhält, dann wird Österreich in weniger als zwei Jahren einfach verschwunden sein.“

Ob überliefert oder nur gut erfunden, Tatsache ist, dass es so gekommen ist. Das fast 1ooojährige Geschlecht der Habsburger musste seinen Platz in der Weltgeschichte verlassen – und das geschah eigentlich schon 1916 mit dem Tod des „Übervaters“ der Monarchie. Zumindest empfinden viele von jenen Tausenden, die beim Leichenzug anwesend waren, dass hier mitten im Krieg mehr zu Grabe getragen wurde, als ein alter Mann, der sein ganzes Leben für die Krone geopfert hatte.

Musikalisch wird der Abend von Ralph Petruschka am Klavier begleitet.


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