Vortrag

Wolfgang Fuchs - Skandinavien


Die Größe, die Weite, der Klang der Stille. Skandinaviens Landschaft wirkt wie gemalt; beseelt zutiefst. Wild und wogenumtost, geheimnisvoll und mystisch.

Vielerorts greifen Fjorde wie Meeresfinger tief ins Inland, von der rastlosen Kraft der Gletscher modelliert. Ein atemberaubender Anblick, wenn an deren Hängen Wasser und Erde regelrecht miteinander verschmelzen.

Über 46 Wochen lang – aufgeteilt auf mehrere Reisen – war ich mit meiner Familie in Norwegen, Schweden und Finnland unterwegs, um die ganze Wildheit, Schönheit und Romantik dieser 3 Länder im Zauber des nordischen Lichts einzufangen.

Ob per Wohnmobil, zu Fuß, mit Huskyschlitten oder per Floß - die Gegensätze können nicht größer sein: tausende, idyllische Seen und unergründliche Wälder im herbstlichen Farbenrausch stehen tosenden Wasserfällen, blühenden Obstplantagen und weitläufigen Fjellgebieten gegenüber. Manchmal fällt es schwer, sich zu orientieren. Entlang der zahllosen Schären und Landzungen mit ihren tiefen Meeresbuchten schlummern malerische, bunte Fischerdörfer auf Pfahlbauten.

Von der südlichsten Insel Schwedens bis hinauf zum Rand Europas – dem Nordkap – legten wir unzählige Kilometer zurück. Begegneten riesigen Rentierherden, dem nomadischen Volk der Samen, deren Traditionen noch höchst lebendig sind, bewunderten düstere Stabkirchen mit geschnitzten Drachenköpfen und entdeckten über 4000 Jahre alte Felszeichnungen. Haben Sie sich schon mal eine Hundeschlittentour überlegt? Ich erzähle über unsere Erfahrungen, als wir mit Huskys jenseits des Polarkreises im arktischen Norden unterwegs waren. Tanzende Nordlichter, finnische Sauna und ein Bad im zugefrorenen See als reizvolle Begleiter – Gänsehautfeeling pur mit Romantik-Faktor.

Abenteuerlich wird es mit einem selbstgebauten Floß durch die Wildnis von Värmland. In dieser von Bären und Wölfen beheimateten Region war das Floß unser Zuhause, Richtung und Tempo legte die Strömung vor. Es klingt nach Klischee pur – der Aufenthalt in einem Sommerhaus am See. Für die Städter eine Liebeserklärung – für uns eine „Auszeit auf schwedisch“, deren Reiz ich gerne vermittle. Ein besonderes Highlight ist die Insel Öja an der Ostküste. Rot, weiß und gelb gestrichene Holzhäuser, nur 16 Bewohner, ein kleiner Tante Emma Laden, keine Autos und der älteste Leuchtturm Schwedens: hier lässt sich noch echtes „Bullerbü-Gefühl“ erleben.


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