Vortrag · Diverses

Wo.anders - leben nach der Flucht


Täglich machen sich Menschen auf den ungewissen Weg nach Europa und nach Österreich – auf der Flucht vor Gewalt, Hunger, Verfolgung und Tod. Wem es gelingt, die streng gesicherten Außengrenzen der EU zu überwinden, landet meist in überfüllten Notunterkünften an der Peripherie der Städte. Wir brauchen neue Ideen für eine Kultur des Miteinanders – d.h. auch für eine angemessene und menschenwürdige Unterbringung der Neuankömmlinge in der Mitte der Gesellschaft.Basierend auf Entwurfs- und Hochbauprojekten von Studierenden der Architekturfakultät der Universität Innsbruck versucht die Ausstellung, Visionen und konkrete architektonische Konzepte für innovative und zT. prototypische Formen des Wohnens und des Lebens aufzuzeigen: Im und gegen den formalen, sozialen und politischen Kontext. Ergebnisse aus den drei verschiedenen Instituten Hochbau, Gestaltung 1 und Experimentelle Architektur – Studio 3 werden im Rahmen der Ausstellung gezeigt.

Symposium
Als Teil der Ausstellung werden im Rahmen eines Symposiumsmögliche Handlungsräume der ArchitektInnen zwischen Nothilfe und längerfristigen Entwicklungsprozessen diskutiert und der Versuch unternommen, humanistische Lösungsansätze für eine sich radikal verändernde Gesellschaft aufzuzeigen.Wie kann es gelingen, in möglichst kurzer Zeit mit überschaubarem finanziellen Aufwand für eine menschenwürdige Unterbringung zu sorgen? Welchen Beitrag können ArchitektInnen dazu leisten? Gibt es planerische Ideen, auf die zurückgegriffen werden kann? Wie können ArchitektInnen, Politik und Verwaltung gemeinsam diese Herausforderung bewältigen? Und wie können die BürgerInnen so einbezogen werden, dass ein friedliches und sicheres Miteinander von Einheimischen und Neuankömmlingen möglich ist? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen des Symposiums diskutiert werden.

Einführung:
Tilmann Märk (angefragt), Rektor der Universität Innsbruck


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