Theater

Winterreise


In Filmaufzeichnungen porträtierte der international mehrfach ausgezeichnete Theater- und Filmregisseur Kornél Mundruczó im Jahr 2014 Bewohner*innen eines ungarischen Flüchtlingslagers.

In stummen Bildern zeigt er zermürbendes Warten, existenzielle Not sowie den späteren Fußmarsch dieser Menschen auf Ungarns Autobahnen. In seiner Inszenierung Winterreise gibt er diesen Bildern schließlich eine Stimme – im Gesang des jungen ungarischen Schauspielers János Szemenyei.
Kornél Mundruczó wählt Hans Zenders komponierte Interpretation für kleines Orchester, um Schuberts berühmten Liederzyklus der Einsamkeit, des Reisens und der Fremde in seine filmische und musiktheatrale Konzeption zu integrieren.
Im Gegensatz zu den skandalisierenden Bildern aus Medien und Berichterstattung erzählen die Bilder seiner Inszenierung von Menschen, von Entbehrungen und Hoffnungslosigkeit, aber auch vom Suchen und Träumen. Sie brennen sich tief ins Gedächtnis ein, als eine bedrückend aktuelle und verstörend vertraute Winterreise.


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