Pop / Rock

William Fitzsimmons & Band


Musik als Psychotherapie kennt man. Psychotherapeuten als Musiker eher nicht. Im Fall dieses Songwriters aus Illinois trifft beides zu. Als Kind blinder Eltern wurde ihm die Kommunikation per Klang quasi in die Wiege gelegt. Er lernte früh, dass die Sprache der Musik imstande ist, emotionale Brücken zu schlagen, Sehnsüchte zu offenbaren und seelisches Leid zu artikulieren. Die elterliche Sammlung an Gitarren, Pianos, Posaunen und einer Orgel half ihm dabei. Die Musik James Taylors, Joni Mitchells und Leonhard Cohens erfüllten das Zuhause.

Als er aufs College ging, wandte sich William Fitzsimmons aber fast völlig von der Musik ab und konzentrierte sich auf seine Ausbildung als Psychotherapeut. Er arbeitete nach seinem Abschluss mehrere Jahre mit geistig beeinträchtigten Menschen. Daneben begann er allmählich eigene Songs zu schreiben. Als Ventil für seinen harten Beruf, aber auch als kathartischen Prozess der Selbstheilung.

Seit 2005 nimmt Fitzsimmons nun regelmäßig Alben auf, anfangs in Eigenregie, neben seiner Arbeit. Doch durch Tourneen und Serien wie "Grey's Anatomy" zog seine Musik immer weitere Kreise, was schließlich zum Entschluss führte, sich fortan nur mehr der Musik zu widmen.

Fitzsimmons braucht selten mehr als die akustische Gitarre, um intime Erlebnisse und mutige Bekenntnisse zu autobiografischen Songperlen zu verweben. Er kann aber auch anders, tönt dann gewaltiger, auch elektronischer und übt in jeder Tonart einen magischen Sog auf den Zuhörer aus. Und wer genau zuhört, hört weit mehr als diesen depressiven bärtigen Typ, der er oberflächlich betrachtet zu sein scheint.


Vergangene Termine