Klassik

Wiener Symphoniker


LEONARD BERNSTEIN Ouvertüre zur Operette ‘Candide’
GEORGE GERSHWIN ‘An American in Paris’, Symphonische Dichtung

JOHANN STRAUSS Ouvertüre zu 'Der Zigeunerbaron'
JOSEF STRAUSS 'Die Libelle', Polka mazur, op. 204
JOHANN STRAUSS 'Furioso-Polka', quasi Galopp, op. 260
EDUARD STRAUSS 'Die Biene', Polka française, op. 54
JOHANN STRAUSS 'Rosen aus dem Süden', Walzer nach Motiven der Operette 'Das
Spitzentuch der Königin', op. 388
JOHANN STRAUSS 'Auf der Jagd', Polka schnell op. 373
JOHANN STRAUSS 'Im Krapfenwaldl', Polka française op. 336
JOHANN STRAUSS 'Frühlingsstimmen', Walzer op. 410
JOHANN STRAUSS 'Unter Donner und Blitz', Polka schnell op. 324

Wiener Symphoniker
Manfred Honeck Dirigent

Nicht nur Gershwins ‘Amerikaner in Paris’, auch Manfred Honeck pendelt zwischen Europa und Amerika, zwischen der Alten und der Neuen Welt. Der ehemalige Bratschist der Wiener Philharmoniker hat sich nach Chefpositionen in Stockholm und Oslo an die Spitze des renommierten Pittsburgh Symphony Orchestras ‚hochdirigiert’.

So hat er für den ersten Teil der Konzerte zwei Werke der wohl bekanntesten Komponisten seiner musikalischen Wahlheimat mit im Gepäck. Auf die Frage, was eigentlich typisch für die amerikanische Musik sei, antwortete Leonard Bernstein einmal weise lächelnd: ‚Wir haben mit den Überresten aus Europa begonnen, die man uns großzügig überlassen hatte. Aber letztlich sind wir nun doch im Vorteil: wir haben den Jazz.’ Bernstein überschreitet mit seiner Musik nicht nur alle globalen Grenzen, sondern auch die Grenze zwischen E- und U-Musik. Mit seiner Oper ‚Candide‘ öffnete er ein großes philosophisches Fass: Was ist der Sinn des Lebens? Schon die großartige und musikalisch vielseitige Ouverture kann einen emotionalen Rausch auslösen und macht in ihrem Verlauf immer neugieriger auf die hervorragende Musik. ‚An American in Paris’ ist eines der liebenswertesten Charakterstücke Gershwins. Er verarbeitet hier seine Reiseerfahrungen aus Frankreich. Um den Anspruch vollkommener Authentizität zu erheben, schrieb er für die Erstaufführung original französische Autohupen vor. Überhaupt ist das Stück schrill und bunt, wirkt an einigen Stellen überheblich, um dann wieder in Melancholie zu versinken. Die Klangsprache ist hier beinahe expressionistisch.

Ein Konzert mit Werken von Gershwin, Bernstein und Strauß, interpretiert von einem Orchester, das den Goldenen Saal des Wiener Musikvereins sein Zuhause nennt, geleitet von einem Dirigenten, der bei seinem Debüt als Orchesterleiter die Tritsch-Tratsch Polka auf das Programm setzte, würde durchaus dem Anspruch eines verspäteten Neujahrskonzerts gerecht werden. Tatsächlich aber gastieren die Wiener Symphoniker im Rahmen Ihrer traditionellen Tour durch die Bundesländer drei Mal im Großen Festspiehaus.


Vergangene Termine