Klassik

Wiener Symphoniker


Wiener Symphoniker, Orchester
Pierre-Laurent Aimard, Klavier
Philippe Jordan, Dirigent

Programm
Béla Bartók
Deux Portraits op. 5 (1907)
Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58 (1805-1806)

«Eine Mischung aus interpretatorischem Genie und Wahnsinn», so beschrieb Nikolaus Harnoncourt einmal den französischen Pianisten Pierre-Laurent Aimard. Dieser glühende, hochintelligente Promotor der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts ist gemeinsam mit den Wiener Symphonikern unter Philippe Jordan mit Beethoven zu erleben. Für Aimard eine Unausweichlichkeit: «Große Werke leben durch die Auseinandersetzung mit ihnen. Man kann nicht sagen, man hat vor fünfzig Jahren erkannt, wie man Beethoven spielt – und das war es dann.» Zwei Werke von Béla Bartók rahmen Beethovens 4. Klavierkonzert: das frühe Orchesterstück «Deux Portraits» und die «Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta». Wie kaum einem anderen Komponisten gelingt Bartók der Brückenschlag zwischen musikantischer Unmittelbarkeit und intellektueller Systematik. Ein Kritiker der Uraufführung von 1936 schreibt: «Die souverän ausgereifte, alle Probleme der Atonalität weit hinter sich zurücklassende Schreibweise Bartóks beweist, dass man nicht unbedingt zur Aufstellung eines neuen Kompositions-‹Systems› gelangen muss, um sich von den alten Banden zu lösen.» Die spürbare Brisanz des Werkes erreicht Bartók durch die vitale Durchführung technischer Aspekte, welche bei aller Innovationskraft niemals zum äußerlich motivierten Experiment wird, sondern von musikalischer Notwendigkeit durchdrungen ist.






Béla Bartók
Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106 (1936)


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