Klassik

Wiener Symphoniker


Der Komponist Benjamin Britten war ein früher Kriegsdienstverweigerer im konservativen England. Kein Wunder, dass sein 1962 vollendetes War Requiem eine pazifistische Botschaft in sich trägt. Ergreifende Gedichte Wilfried Owens, der selbst als Soldat im Ersten Weltkrieg fiel, verschmelzen mit Ausschnitten aus der lateinischen Totenmesse. So entsteht eine nachdenkliche Collage über die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt. Das abendfüllende Werk für Chor, Knabenchor, Sopran, zwei Männerstimmen, großes Orchester und Kammerorchester gehört zu den zentralen Oratorien des 20. Jahrhunderts.

Erstmals aufgeführt wurde es in der neu erbauten Kathedrale von Coventry, die im Zweiten Weltkrieg von Bomben der deutschen Luftwaffe zerstört wurde. Doch Britten bleibt hoffnungsvoll: Die fiktive Begegnung zweier Feinde am Ende verkündet eine humanitäre Botschaft. Unter der Leitung des jungen Schweizer Dirigenten Philippe Jordan, musikalischer Direktor der Pariser Oper und künftiger Chefdirigent der Wiener Symphoniker, vereinen sich Prager Philharmonischer Chor, Bregenzer Festspielchor und die Wiltener Sängerknaben zu einem ergreifenden Anti-Kriegs-Plädoyer.

Dirigent: Philippe Jordan
Sopran: Oksana Dyka
Tenor: Allan Clayton
Bariton: Michael Volle

Prager Philharmonischer Chor
Bregenzer Festspielchor
Wiltener Sängerknaben
Choreinstudierung: LukᚠVasilek, Benjamin Lack und Johannes Stecher

Benjamin Britten: War Requiem, op. 66

Einführungsvortrag jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Festspielhaus, Preis: 7,00 Euro.


Vergangene Termine