Operette · Klassik

Wiener Symphoniker


Durch seinen Operetten-Welterfolg Die lustige Witwe ist der ungarisch-österreichische Komponist Franz Lehár dem Musikfreund ein Begriff. Was er jenseits seiner Bühnenwerke schrieb, ist kaum bekannt.

Daher setzt der Generalmusikdirektor und Intendant der Leipziger Oper Ulf Schirmer den Fokus auf zwei vernachlässigte Werke. In der Tondichtung Fieber für Tenor und Orchester, 1915 mitten im Ersten Weltkrieg entstanden, blickt ein sterbender Soldat auf sein Leben zurück. Ein suggestives Drama en miniature. Elegantes Gegenstück zum aus jedem Neujahrskonzert bekannten Strauss-Walzer An der schönen blauen Donau ist hingegen Lehárs Walzer An der grauen Donau von 1921, ursprünglich unter dem Namen Donaulegenden publiziert.

In eine Märchenwelt entführt anschließend die Tondichtung von Alexander Zemlinsky Die Seejungfrau, die 1905 durch den Wiener Concertverein (Vorgänger der Wiener Symphoniker) unter dem Komponisten uraufgeführt wurde. Als dieser 1905 an ihr schrieb, herrschte in Wien der opulente Orchesterklang an der Schwelle zur Moderne. Grundlage der Fantasie bildet eine Erzählung des dänischen Dichters Hans Christian Andersen, die Zemlinsky mit seiner aufblühenden Musik gekonnt in Töne packt.

Programm:

Johann Strauss (Sohn): Geschichten aus dem Wienerwald, Op. 325

Franz Lehár: Fieber – Tondichtung für Tenor und Orchester, Nr. 5 aus: Aus Eiserner Zeit

Franz Lehár: An der grauen Donau, NV 12

Alexander Von Zemlinsky: Die Seejungfrau

Dauer: 2 Stunden, inkl. Pause

Einführungsvortrag jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Festspielhaus, Preis: 7,00 Euro.


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