Klassik

Wiener Philharmoniker


Die Saisoneröffnung liegt in den Händen von Semyon Bychkov, diesem charismatischen Künstler, der mit den Wiener Philharmonikern zuletzt nicht nur im Konzertsaal, sondern auch in der Staatsoper Triumphe feiern konnte.

Der dramaturgische Bogen der Matinee spannt sich von den harschen, konzentriert herben Klängen in Joseph Haydns 44., der «Trauer-Symphonie» (der Komponist soll sich das Adagio als Begräbnismusik gewünscht haben) bis zur monumentalen Breite der Zweiten von Franz Schmidt. An der Schwelle zum Ersten Weltkrieg vollendet, ist sie eines der letzten Zeugnisse spätromantisch-tonaler Aufwallung. Dazu noch Wagners Wesendonck-Lieder, Zeugnis einer skandalträchtigen Liebesaffäre, faszinierende Vorstudie zum «Tristan» und zugleich vollgültiges Werk von eigenem Rang: Erst kürzlich hat Elisabeth Kulman ihren bedauernswerten Rückzug von der Opernbühne bekannt gegeben – desto kostbarer werden ihre sorgsam ausgewählten Konzertauftritte wie dieser.

Programm:

Joseph Haydn
Symphonie e-moll Hob. I/44 «Trauer-Symphonie» (1772 vor)

Richard Wagner
Fünf Gedichte von Mathilde Wesendonck für eine Frauenstimme und Klavier «Wesendonck-Lieder» (Bearbeitung für Orchester: Felix Mottl) (1857-1858)






Franz Schmidt
Symphonie Nr. 2 Es-Dur (1911-1913)


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