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Wiener Geisha - Limited Edition



Zum zweiten Mal hat Maria Fürnkranz-Fielhauer Post aus Tokio erhalten. In ihrem Shop-Atelier wiener konfektion ist eine Kiste mit Originalseidenkimonos von ehemaligen Geishas eingetroffen. Inspiriert von der Vielfalt der Stoffmuster und der Farbenpracht der Kimonos hat die Wiener Modedesignerin die limitierte Serie Wiener Geisha, bestehend aus Kimonoshirts und Kimonokleidern für die Frühjahr/Sommerkollektion 2019 entworfen.

Das Recycling von Kimonos gehört zur langen Tradition der japanischen Kultur der Bekleidung. Keines der hochwertigen Kleidungsstücke wurde je einfach weggeworfen, sondern stets zu Alltags- oder Kinderkimonos und in weiterer Folge zu kleinen Taschen und Accessoires umgearbeitet.
Die ambitionierte Wiener Modedesignerin setzt diese Tradition fort und schlägt einen spannenden Bogen zwischen fernöstlicher und europäischer Bekleidungskultur.

Wer Fernweh hat, kann seine Sehnsucht mit einem Kimonoshirt oder einem Kimonokleid aus der aktuellen Frühjahr/Sommerkollektion 2019 der wiener konfektion ein wenig stillen.

Wiener Geisha – Limited Edition: Kimonoshirts und Kimonokleider
Bereits seit vielen Jahren ist Maria Fürnkranz-Fielhauer von der Kultur der Geishas, ihrer historischen Entwicklung und gesellschaftlichen Stellung, fasziniert. Ursprünglich waren Geishas männliche Unterhalter am kaiserlichen Hof. Erst ab dem 17. Jahrhundert war es auch Frauen gestattet, diesen Beruf auszuüben. Die Ausbildung dauert fünf Jahre und beinhaltet die Disziplinen der japanischen Künste: die Kalligrafie, das Spielen auf mehreren Musikinstrumenten, die Konversation, den Gesang und den Tanz. Die Geisha ist die perfekte Gastgeberin und beherrscht die traditonelle Teezeremonie. Erotik spielt in der Unterhaltung der Gäste eine untergeordnete Rolle.

Heute wird der Kimono nur noch selten in der Öffentlichkeit getragen. Und wenn, dann meist von Frauen, die sich entschieden haben, die Tradition der japanischen Künste zu bewahren und lebendig zu halten, wie die Geishas, deren Zahl stetig zurückgeht. Sie arbeiten heute als selbständige, souveräne und erfolgreiche Unternehmerinnen und genießen mit ihren Fähigkeiten in der japanischen Gesellschaft hohe Anerkennung.

Nach langer und eingehender Recherche, ob ein Kimono nun zerschnitten und westlich interpretiert werden darf, kreierte Maria Fürnkranz-Fielhauer ihre Frühjahr/Sommerkollektion 2019. Während der Beschäftigung und dem Experimentieren mit den verschiedenen Stoffmustern entstand das Bild der „Wiener Geisha“: einer selbstständigen, stolzen und souveränen Frau, die in ihrer Geschichte verwurzelt, zugleich offen für Neues ist und selbstbewusst Kimonoshirts oder Kimonokleider trägt.

Maria Fürnkranz-Fielhauer
absolvierte die Universität für angewandte Kunst und ist gelernte Schneiderin. Eine Kombination, die in der österreichischen Modeszene selten zu finden ist, gibt es doch häufig entweder die Maßschneidereien oder ModedesignerInnen, die ihre Kollektionen produzieren lassen. Besonders großen Wert legt Maria Fürnkranz-Fielhauer auf die Kombination von Geschäft, Atelier und Werkstatt. In der wiener konfektion wird entworfen, geschneidert, präsentiert, anprobiert und verkauft.

Das nachhaltige, regionale und faire Gestalten steht dabei für die Wiener Designerin im Vordergrund. So wurden z. B. die kostbaren Stoffbahnen der Seidenkimonos von Geishas im Ruhestand wertschätzend und nachhaltig zu besonderen Einzelstücken verarbeitet und wieder zum Leben erweckt.

Neben ihrer limitierten Kimonoshirts- und Kimonokleiderserie Wiener Geisha produziert Maria Fürnkranz-Fielhauer legere Alltagsmode mit besonderen Details und außergewöhnliche Einzelstücke, auch als Sonderanfertigungen. Die TrägerInnen haben jederzeit die Möglichkeit, die zentral gelegene Werkstatt und das Stofflager in der Westbahnstraße 4 im siebten Bezirk zu besichtigen.