Klassik

Wiener Concert-Verein - Orchesterkonzert


Dirigent: James Judd
Solist: Kian Soltani, Violoncello

Programm:
Richard Wagner (1813-1883): Siegfried – Idyll in E-Dur WWV 103
Joseph Haydn (1732-1809): Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 in C-Dur Hob. VIIb:1
Gerald Resch (*1975): „Drift“ – Konzert für Violoncello und Kammerorchester
Carl Maria von Weber (1786-1826): Sinfonie Nr. 2 in C-Dur

Dieses Programm mit der Gegenüberstellung zweier Konzerte für Violoncello und Orchester erlaubt einen direkten Vergleich zweier Welten: die des 18. mit jener des 21. Jahrhunderts.
Dabei ist Haydns erstes Violoncellokonzert, zwischen 1762 und 1765 entstanden, selbst ein Werk zwischen zwei Welten, verrät doch der formale Aufbau der einzelnen Sätze in der Sonatenhauptsatzform seine Entstehung in der Zeit der Wiener Klassik, während die Themenbehandlung und der eher blockartige Wechsel von Solo und Tutti noch ganz in der Tradition des barocken Solokonzertes verwurzelt ist.
Was aber hat Haydns Weg in eine neue Zeit ermöglicht? Er selbst verrät sein Geheimnis, das er in den Arbeitsbedingungen auf Schloss Esterhaza, wo er seit 1761 in Diensten des Fürsten Paul Anton Esterhazy steht, sieht: „Mein Fürst war mit all meinen Arbeiten zufrieden, ich erhielt Beyfall, ich konnte als Chef eines Orchesters Versuche machen, beobachten, was den Eindruck hervorbringt und was ihn schwächt, also verbessern, zusetzen, wegschneiden, wagen, ich war von der Welt abgesondert. Niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irre machen und quälen und so musste ich original werden.“
Gerald Resch lässt sich in seinem Cellokonzert von den Wellenbewegungen an der Meeresoberfläche, die durch Windströmungen entstehen, inspirieren: „Zwar folgen die Wellen der Richtung des Windes, allerdings vielfach gebrochen und verzerrt durch die inneren Bewegungen der Wassermassen, und umso langsamer, je tiefer. Dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Bewegungsrichtungen und Geschwindigkeiten interessiert mich auch musikalisch. Ich übersetze diese Beobachtung in DRIFT in kurze melodische Linien, die rhythmisch profiliert sind und so verschiedene charakteristische Motive ausprägen. Diese Motive beeinflussen sich gegenseitig und werden permanent variiert, kombiniert und überlagert. Dabei spielen Imitationen in verschiedenen Geschwindigkeiten eine wichtige Rolle. Verschiedene formale Stationen (in der Partitur z. B. als „Brandung“, „Impulse“, „Schwarm“ oder „Kanon“ ausgewiesen) verwandeln sich kontinuierlich ineinander und kehren im Verlauf des etwa 15-minütigen Stücks –nach einer Kadenz des Solo-Cellos in der Mitte des Stücks – in veränderter Reihenfolge wieder.“

Eintritt: Euro 36,00 | 30,00 | 28,00 | 25,00 | 19,00

Info: Stadt Wels
Dst. Kulturaktivitäten
Minoritengasse 5
T: 07242-235-7040
www.welserabonnementkonzerte.at

Vorverkauf (ab 16.08.2016):
OÖN: Stadtplatz 41, +43 7242 248770
Wels Inf o: Stadtplatz 44, +43 7242 67722-22
Ö-Ticket (+ Aufschlag): www.oeticket.com
Restkarten Abendkasse


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