Führung

Wien und die letzten Dinge: Gräber, Grüfte und Gemäuer


„Der Tod muss ein Wiener sein“, lautet eine bekannte Redewendung. A Bankl reißn, die Patschn streckn, die Bock aufstön…Im wienerischen Idiom gibt es eine bunte Sammlung an Ausdrücken, die den Moment des Dahinscheidens beschreiben und dessen Bedeutung für die WienerInnen einmal mehr unterstreichen. Dieses ganz besondere Verhältnis zwischen dem Tod und Wien findet seit vielen Jahrzehnten seinen Ausdruck in der „schönen Leich“, im Kult rund um prunkvolle Bestattungen, dem sogenannten „Pompfünebrieren“, rund um Friedhöfe und rund um vieles an Skurrilitäten.

Es ist nicht zuletzt diese bittersüße Liebesbeziehung, die der Stadt ihren melancholisch-morbiden, reizend-staubigen Flair einhaucht. Diese beiden Reisetage im Spätherbst bieten eine ganz besondere Gelegenheit, sich mit dem Thema „Wien und die letzten Dinge“ aus verschiedensten Perspektiven – historisch, kunsthistorisch bis humoristisch – auseinanderzusetzen. Der Besuch der Ehrengräber am in seinen Dimensionen gewaltigen Zentralfriedhof, der Grabstätten der „Namenlosen“ an der Donau, der ehrwürdigen „Kaisergruft“ in glanzvoller Morbidität, des „Narrenturms“, der wohl merkwürdigsten Institution der europäischen Museumslandschaft, schafft Einblick und zeigt letztendlich die Lebendigkeit einer Stadt durch ihren besonderen Umgang mit den „letzten Dingen“ und dem „Danach“. Abfahrt ab Klagenfurt, Graz oder Wien


Vergangene Termine

  • Fr., 11.11.2016

    10:00 - 17:00

    Programm Freitag und Samstag, 5.30 Uhr: Abfahrt Klagenfurt/ Parkplatz Minimundus, (6.00 Uhr: Autobahnabfahrt Griffen, 6.30 Uhr Autobahnabfahrt Wolfsberg), 7.00 Uhr: Abfahrt Graz/Park&Ride Weblinger Kreuz, ca. 10.00 Uhr Ankunft in Wien, Zustieg auch hier möglich. Kunsthistorische Führung.

    Dieser Termin hat bereits stattgefunden.