Kunstausstellung

Who With Their Fear Is Put Beside Their Part


Die Zusammenarbeit des Konzeptkünstlers und Regisseurs Derrick Ryan Claude Mitchell mit dem Installationskünstler Ben Zamora und dem kinetischen Bildhauer Casey Curran generiert ein bildgewaltiges Environment von unheilvoller Schönheit und unfassbarer Präzision, in dem die Besucher(innen) gleichermaßen beobachten wie teilnehmen.

Eine Produktion des donaufestival in Kooperation mit der Kunsthalle Krems und den Wiener Festwochen 2017

Seit 2005 steht das donaufestival für neue Kunstformen jenseits von Genregrenzen, für ein neues Denken fernab dualistischer, linearer Denkmodelle aber auch für eine gesellschaftspolitische Haltung. Im letzten Jahr der Intendanz von Tomas Zierhofer-Kin wird das Festival das Abweichen von der Norm propagieren, das Ablegen überkommener Gedankensysteme, tradierter Erlebnis-, Emotions- und Handlungsmuster. Hierfür wird das donaufestival zwischen dem 29. April und dem 7. Mai 2016 Performances, neue Theaterformen, Installationen, Konzerte, Ausstellungen und aktivistische Interventionen in dichter Form aufeinanderprallen lassen.

Mit Franz Graf begann 2010 die erfolgreiche Zusammenarbeit der Kunsthalle Krems mit dem donaufestival. In den darauffolgenden Jahren setzte sich diese Kooperation mit Performances, Installationen und Ausstellungen von John Bock, Santiago Sierra, Teresa Margolles, Douglas Gordon, Pipilotti Rist, Carlos Amorales, Peter Weibel und vielen anderen fort. Als letztes gemeinsam von Hans-Peter Wipplinger, dem ehemaligen Kunsthallen-Direktor, und Tomas Zierhofer-Kin konzipiertes Vorhaben wird das installative Projekt Who With Their Fear Is Put Beside Their Part des Künstlerkollektivs Saint Genet aus Seattle (USA) bereits ab 13. März 2016 in der Kunsthalle Krems zu sehen sein. Die Installation wird während des donaufestival an sechs Tagen zur Bühne für die Performance Frail Affinities (Uraufführung).

Die Zusammenarbeit des Konzeptkünstlers und Regisseurs Derrick Ryan Claude Mitchell mit dem Installationskünstler Ben Zamora und dem kinetischen Bildhauer Casey Curran generiert ein bildgewaltiges Environment von unheilvoller Schönheit und unfassbarer Präzision, in dem die Besucher(innen) gleichermaßen beobachten wie teilnehmen. Die ätherische und eindringliche Präsenz von im Raum schwebenden Leuchtstoffröhren, gepaart mit surrealen kinetischen Skulpturen, erzeugt ein oszillierendes Raumgefüge, das zwischen physischem Erlebnis und objekthafter Struktur changiert und eine Welt am Rande von schwelendem Terror und euphorischem Kollaps heraufbeschwört, in der der Boden unter den Füßen mehr als deutlich spürbar wird.

Derrick Ryan Claude Mitchell begleitet das donaufestival seit Jahren künstlerisch – anfangs mit seinem früheren Kollektiv Implied Violence und 2013 bereits mit Saint Genet und der Uraufführung von Paradisiacal Rites. In seinem neuen Werk nimmt er auf die Migrationstragödie der sogenannten Donner Party – einer Gruppe von Siedlern, die 1846 beim Versuch der Durchquerung der USA unvorstellbare Gräuel erlebten – Bezug. In Saint- Genet’scher Manier entstehen Bilder mit obsessivem Charakter und psychophysische Räume an jener Grenze, wo sich Erdulden, Leid, Schmerz, Freude, Delirium und Tod begegnen.

Konzept: Derrick Ryan Claude Mitchell, Ben Zamora, Casey Curran
Installation: Ben Zamora, Casey Curran
Sound: Dl Salo, Brian Lawlor
Zusätzliche Beleuchtung: John Torres


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