Theater

White Bread


White Bread kommentiert die post-9-11 dystopische Welt, den Kapitalismus, den schönen Schein des Ruhms, das Suchtverhalten sowie die Beziehung zwischen der Industrialisierung und der Entwicklung des „weißen Wunder-Brotes“.

Die Hauptfigur des vielschichtigen Theaterstücks ist Abbie Coxin, ein britisches Dienstmädchen, das für Madonna, die „Lady of the Fame and Fortune“, auf einer von Haien – von ihr als sharkies bezeichnet - umzingelten Insel arbeitet. Abbie strebt danach, es ihrer Dame Madonna in jeder Hinsicht, vor allem in Sachen Erfolg gleichzutun. Währenddessen gleicht Madonnas alternder Körper bzw. ihre unvermeidliche Sterblichkeit der dystopischen Realität dessen, was als ernüchternder Amerikanischer Traum bekannt ist.

Die Bedeutung des Weißbrotes, das eine relativ neue Erfindung der Lebensmittelindustrie ist und sinnbildlich für unsere gegenwärtig unbeständige Lebensweise gesehen werden kann, spiegelt das Schauspiel und die Zügellosigkeit des Paares wider.

White Bread kommentiert die post-9-11 dystopische Welt, den Kapitalismus, den schönen Schein des Ruhms, das Suchtverhalten sowie die Beziehung zwischen der Industrialisierung und der Entwicklung des „weißen Wunder-Brotes“.

Geschrieben sowie gespielt wird White Bread von Mia van Leeuwen. Dramaturgisch bedient sie sich hauptsächlich der Collagetechnik. Zu den Quellen gehören Jean Genet’s The Maids, Don DeLillo’s Cosmopolis, Songtexte von Madonna und White Bread: A Social History of the Store-Bought Loaf von Aaron Bobrow-Strain.

Regisseur des Stücks ist Piet Defraeye, Professor für Theaterwissenschaften an der University of Alberta in Edmonton, Kanada. Mit einer seiner früheren Produktionen Bashir Lazhar tourte er 2009-2010 quer durch Europa und Kanada.

(Aufführung in Englisch)


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