Klassik

West-Eastern Divan Orchestra


Programm
Franz Schubert
Symphonie Nr. 7 h-Moll D 759 – „Unvollendete“

Peter Iljitsch Tschaikowski
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23

Witold Lutosławski
Konzert für Orchester

Martha Argerich Klavier
West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim Dirigent

Martha Argerich wurde in Buenos Aires geboren und begann mit fünf Jahren ihre pianistische Ausbildung bei Vincenzo Scaramuzza. Als „Wunderkind“ gab sie schon bald öffentliche Konzerte. Nach ihrer Übersiedlung nach Europa 1955 setzte sie ihr Studium in London, Wien und der Schweiz bei Friedrich Gulda, Nikita Magaloff, Arturo Benedetti Michelangeli und Stefan Askenase fort. 1957 gewann sie die Klavierwettbewerbe in Bozen und Genf sowie 1965 den Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau. Seitdem gilt sie als eine der besten Pianistinnen der Welt.

Sie wird besonders für ihre Interpretationen virtuoser Klavierkompositionen des 19. und 20. Jahrhunderts geschätzt. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst Werke von Bach, Bartók, Beethoven, Chopin, Debussy, Franck, Liszt, Messiaen, Prokofjew, Ravel, Schostakowitsch, Strawinsky und Tschaikowski.

Martha Argerich ist regelmäßig bei den bedeutendsten Orchestern und Festivals in Europa, Japan und den USA zu Gast. Sie ist auch eine ambitionierte Kammermusikerin, die regelmäßig mit Nelson Freire, Ivry Gitlis, Mischa Maisky, Gidon Kremer und Daniel Barenboim musiziert und Aufnahmen einspielt: „Es ist sehr wohltuend für mich, Teil eines Ensembles zu sein.“

Martha Argerich wurde 1996 von der französischen Regierung zum Officier des Arts et des Lettres und 1997 zum Ehrenmitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom ernannt. 1998 wurde sie künstlerische Leiterin des Musikfestivals in Beppu (Japan), 1999 rief sie den Internationalen Klavierwettbewerb und das Festival Martha Argerich in Buenos Aires ins Leben und gründete 2002 das Progetto Martha Argerich in Lugano. Vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation wurde sie 2004 mit der Auszeichnung Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres geehrt. 2005 erhielt sie vom japanischen Kaiser den Orden der aufgehenden Sonne und von der Japan Art Association den prestigeträchtigen Praemium Imperiale.

Viele Konzerte von Martha Argerich wurden weltweit im Fernsehen übertragen. Ihre Einspielungen für EMI, Sony, Philips, Teldec und Deutsche Grammophon wurden vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erschien eine CD mit Mozarts Klavierkonzerten Nr. 20 und Nr. 25, die sie mit Claudio Abbado und dem Orchestra Mozart beim Label Deutsche Grammophon aufgenommen hat.

2000 gewann Martha Argerich mehrere Preise für CDs, die bei EMI erschienen waren, darunter einen Grammy für die Einspielung der Konzerte von Bartók und Prokofjew, Auszeichnungen als „Artist of the Year“ und „Best Piano Recording of the Year“ vom Gramophone Magazine für die Aufnahme der Klavierkonzerte Chopins, den Choc du Monde de la Musique für ihr Konzert in Amsterdam und den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Musical America ernannte die Pianistin 2001 zur Musikerin des Jahres.

Im Dezember 2016 wurde Martha Argerich eine weitere hohe Ehre zuteil: In einer Zeremonie in Washington D.C. verlieh ihr Barack Obama den Kennedy-Preis.


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