Theater

Werther - The Playlist


Jede/r kennt wohl die Geschichte von Werther, dem unglücklichsten Verliebten der Literaturgeschichte. Legionen von MaturantInnen haben mit ihm gelitten und auch durch ihn gelitten.Die Guerilla Gorillas möchten sich jetzt des großen Werthers annehmen und seine Geschichte so erzählen, wie sie vermutlich noch nie erzählt wurde: als musikalische Produktion für drei Schauspieler.

Die Idee ist sehr simpel, aber bestechend. Jede/r von uns kennt das. Früher hat man, wenn man in jemanden verknallt war, noch ein sogenanntes Mixed Tape für ihn oder sie gemacht, zugegebenermaßen wäre auch „Werther - The Mixed Tape" ein viel schönerer Titel für den Abend.

Aber heute gibt es keine Tapes mehr. Heute erstellt man für den Menschen, den man liebt, eine Playlist und stellt sie in seine Cloud. Überhaupt ist das heute alles ein bisschen anders als früher. Man muss nicht Wochen lang auf einen Brief der/des Angebeteten warten, sondern kann ihn/sie auf Facebook anstupsen. Aber die Gefühle sind dieselben geblieben und sie sind genau so groß und überwältigend wie eh und je.

„Werther - The Playlist" soll also die Geschichte von Goethe ins Heute holen, ohne dabei die Originalsprache von Goethe zu verlieren.

Was macht so eine Sprache heute mit uns, wie fühlt sich das für uns heute an, so zu sprechen, wie verliebt muss man heute sein, um derart poetisch zu sein? Wie weit würde man heute noch für eine große Liebe gehen? „Werther - The Playlist" ist Goethe pur und spielt dennoch im Jetzt, denn das Leiden in der Liebe und die Liebe mit Leidenschaft hört niemals auf.

Im Anschluss an die Vorstellung am Do. 24. Okt. 19:30 findet ein öffentliches Publikumsgespräch statt. Wir laden Sie herzlich ein bei dieser Gelegenheit in einen Dialog mit den an der Vorstellung beteiligten KünstlerInnen zu treten, mehr über persönliche Herausforderungen und künstlerische Entscheidungen zu erfahren, Fragen zu stellen oder Feedback zur Vorstellung zu geben.

Fassung, Inszenierung: Holger Schober | musikalische Leitung: Sue-Alice Okukubo | Regieassistenz: Corinna Pumm | DarstellerInnen: Maria Lohn, Michael Alexander Pöllmann, Holger Schober

Premiere

Schauspiel mit Musik | 75 Min.


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