Kunstausstellung

Werner Schnelle - Unikate. Analoge Fotoarbeiten


Der Salzburger Fotokünstler Werner Schnelle hat seine Arbeit der Reflexion des analogen fotografischen Prozesses gewidmet. Im Fokus seines Interesses stehen nicht die fotografierten Motive oder die fotografisch-dokumentarische Erkenntnis der Welt, sondern er untersucht in seinen Bildern vielmehr die Art und Weise, wie die fotografische Aufnahme und Aufzeichnung selbst vonstatten geht.

Dazu gehören Bilder mit ganz unterschiedlichen Kameras wie Polaroid-Fotografie oder die Nutzung extrem großformatiger Studiokameras; oder auch fotografische Techniken, die ohne Kameras auskommen und deren Bilder nur durch Belichtung in der Dunkelkammer auf Fotopapier entstehen, wie Fotogramme und Chemigramme. Allen Arbeiten, die in der Ausstellung des FOTOHOF gezeigt werden, ist gemeinsam, dass es Unikate in der engsten Bedeutung dieses Begriffs sind. Das heißt, keine zweite Aufnahme kann der ersten entsprechen.
Einen großen Teil der Ausstellung umfassen Negativ-Unikate. Bei diesen Bildern wird kein Film benutzt (der als Negativ dann weitere Positiv-Kopien ermöglicht), sondern das Fotopapier wird direkt in die Großbildkamera eingelegt und belichtet. Es entsteht ein großformatiges Negativ auf Papier, das ohne weitere Bearbeitung oder Kopiervorgänge in der Galerie ausgestellt wird.

Werner Schnelle, *1942 in Wien, lebt in Salzburg. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 2009/10 Werkschau "Fotokonzepte" im Museum der Moderne Salzburg. 2017 Übernahme von Arbeiten aus allen Werkgruppen in das FOTOHOF archiv. 2009 erschien der Bildband "Werner Schnelle, Fotografien" mit Texten von Kurt Kaindl und Margit Zuckriegl.

Zur Ausstellung erscheint ein Bildband in der FOTOHOF edition und am 2./3. März hält Werner Schnelle einen Workshop über analoge Fototechniken.


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