Kunstausstellung

Wendelin Pressl - Die Weltanschauungsapparatur


Was sieht man, was nicht? Was findet man auf den zweiten Blick?
Vielleicht etwas, das nicht „ins Bild“ passt.

Wendelin Pressl beschäftigt sich mit poetischen Überschreibungen des Sehens in der Betrachtung von Himmelswänden, Steinmonden oder zukünftigen Hinterköpfen, aber auch mit politischen Apperzeptionsverweigerungen. Die Folgen der europäischen Gewalt umkreist er etwa in Formationen des zweiten Blicks. „Sternbildgrenzen“ ist eine Serie von Grafiken, wo die Umrisse von Sternbildern mit den willkürlichen Grenzziehungen der Kolonialzeit überschrieben werden. Einer historischen Skulptur eines afrikanischen Bogenschützen gibt er den fehlenden Pfeil zurück. Diese leichtfüßige Nacht- und Nebel-Kunstintervention negiert die gegenwärtig gewichtige Frage, ob Wegschauen eine Lösung ist.

Wendelin Pressl, geboren 1971 in Graz, lebt und arbeitet freischaffend in Wien;
Studium an der Meisterschule für Malerei Graz und an der Akademie der bildenden Künste Wien; zahlreiche Studienaufenthalte und Residencies wie u.a. in Rom, Budapest, Petömihályfa, Judenburg, Tirana und Brüssel;
Kunstförderungspreis der Stadt Graz, Staatsstipendium für bildende Kunst und Förderungspreis des Landes Steiermark für zeitgenössische bildende Kunst;
Publikationen: CIRCVS MAXIMVS, Schlebrügge.Editor; Dort wo ich nicht bin, dort ist das Glück, Bibliothek der Provinz; LUNA PARK, Revolver Publishing Berlin; Universelle Beobachtungsstelle, Kunst im Traklhaus Salzburg;


Vergangene Termine