Pop / Rock

Weiherer


Ein bayerischer Brutalpoet, ein alternativer Freiheitskämpfer oder vielleicht doch die Helene Fischer des Kabaretts?

Nein, der Weiherer passt längst in keine Schublade mehr. Ein Querkopf mit dem hinterhältigen Kichern des Boandlkramers, intelligenten Texten, mitreißender Musik und grandios bissigem Humor. Seit 15 Jahren tourt der 36jährige in München lebende Niederbayer mit Gitarre, Mundharmonika und seiner trefflich gelungenen
Mischung aus Liedermacherei und Kabarett quer durch den deutschsprachigen Raum. Er
geizt dabei nicht mit scharfzüngiger Kritik und derben Sprüchen. Kompromisslos, respektlos,
meist politisch unkorrekt, oft gnadenlos komisch, aber immer beherzt.
15 Jahre Weiherer. In dieser Zeit hat er nicht nur rund 1.500 Auftritte hingelegt und sieben
Alben veröffentlicht, sondern auch zahlreiche Preise eingeheimst, zuletzt den Förderpreis
der Hanns-Seidel-Stiftung beim Liedermacher-Kultfestival „Songs an einem Sommerabend“.
Der faszinierende Sturschädel präsentiert sich mit seinem ureigenen Heimatsound als
Volkssänger in bester bayerischer Hau-Drauf-Manier. Doch Weiherer beherrscht auch die
leisen Töne, in denen er immer eine große Portion Menschenfreundlichkeit und Liebe
durchblicken lässt. Ihn interessiert das große Ganze. Und das Hinschauen und Hinlangen.
Auch wenn´s mal weh tut.
Trotz seiner Bühnenjahre ist der Weiherer immer noch ein junger Wilder, ein Self-Made-Man
mit unkonventioneller Art. Der mutige Musiker mit einem Herz für Irrsinn und Wahnwitz hat
eine riesengroße Klappe und jede Menge zu sagen. Weiherers Auftritte sind mehr grob
geschnitztes Handwerk als fein geschliffene Kunst, seine saukomischen Alltagsgeschichten
Kult. Und sein ungezügelter Redeschwall wird nur unterbrochen von ein paar Liedern, die
einen bis ins Mark durchdringen. Man sitzt mit ihm in einem Boot und bestaunt seine
Navigationskünste durch diesen ganzen Wahnsinn. Durch eine Welt voller Fragen und ohne
Antworten.
Auf seiner großen Jubiläumstour präsentiert Weiherer neue Lieder und Geschichten ebenso
wie die Klassiker der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte und zeigt sich dabei gewohnt
spontan, witzig und schnörkellos. Berührungsängste hat er keine. Er kommt scheinbar nur
zum Plaudern vorbei, freundlich, unaufgeregt und sympathisch, sinniert, greift zur Gitarre
und singt. In rasantem Tempo schießen anklagende, aufrüttelnde oder humorige Sätze aus
seinem Mund und so mancher Obrigkeit mag das Lachen tief im Hals stecken bleiben
angesichts Weiherers Lästerparolen auf unsere Gesellschaft und ihre seltsamen Auswüchse.
Dabei dürfte jedem links-alternativ geprägten Geist das Herz aufgehen bei diesen Songs.
Lieder mit viel Engagement und nicht selten mit richtig ehrlicher Wut, stets heimatverbunden
und für ein bewusstes und respektvolles Miteinander einstehend. Pamphlete gegen dummdreiste
Stammtisch-Politiker und ignorante Landschaftsverschandelung, gegen verblödende
Touchscreen-Wischerei und für echte Kommunikation oder von der selbstkritischen Bilanz
des Scheiterns an den eigenen Idealen. Vorgetragen mit einer dringlich näselnden Stimme in
breitestem Dialekt, frei von Selbstgerechtigkeit, aber voller Herzblut. Tiefsinnig und absurd
zugleich, kantig und verquer, immer ehrlich und direkt, jedoch nie verbittert.

www.weiherer.com


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