Literatur · Diverse Musik

Weibliche Verschweigungen der Postmoderne


Die Gegenwart sieht wohl immer schon so aus, wie man sie sich zu Recht zimmert und besteht daraus, worüber man spricht.
Was man verschweigt, ist nicht.
Lesung aus den Erzählungen „Kathmandu contemporary – eine Mutter-Vater-Kind Elegie“
und „Briefe aus dem Genomzeitalter“
Zu den Erzählungen:
Ähnlich im Stil konstruktiven Erbauens der Erzählwelt anhand der Innenwelten der beschriebenen Frauen drehen sich beide Erzählungen um das Ringen einer Frau um ihre (Neu)Positionierung in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.
Thea aus den Briefen und die Ich-Erzählerin aus Kathmandu verwickeln sich unheilvoll in die Prämisse ihrer Gegenspielerinnen Marga (Briefe) bzw. M (Kathmandu), dass die Befreiung der Frau aus der männlichen Machtsphäre nur über die Neudefinition von Frausein erfolgen kann.
In der Wettbewerbsgesellschaft am globalen freien Markt des beginnenden 21 Jahrhunderts bedeutet das, dass die Frau die von Männern erfundenen Spielregeln auszunützen muss, wenn nötig, im Verzicht auf jede weitere Dimension des Frauseins, jedenfalls aber der herkömmlichen Mutterschaft, Ursache der Unterjochung der Frau seit Beginn der Menschheitsgeschichte. (Margot Fassler)

Eintritt: Pay as you wish an der Abendkassa bzw. 7,50.- € im VVK inkl. Sitzplatzreservierung


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