Literatur · Klassik

Wege zum Besinnen II - Der Weg aller Welt


Programm:

Dimitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch
Streichquartett in c-moll op. 110

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquintett in Es-Dur KV 614

Andrea Eckert liest Gedichte
von Anna Achmatowa

„In memoriam der Opfer von Faschismus und Krieg“ überschrieb Schostakowitsch sein 1960 entstandenes Streichquartett. Der Komponist wob in sein Quartett Elemente jüdischer Musik, einen Trauermarsch, Zitate eigener Werke, ein Revolutionslied sowie Klänge, die der Tradition der Ostkirche entstammen ein. Mozart schrieb sein Es-Dur-Quintett in seinem Todesjahr 1791, es ist sein letztes Streichquintett. Es findet sich darin heitergelöstes Musizieren neben tiefer Melancholie. In den fröhlichen Teilen huldigt er stilistisch seinem Freund Haydn, unverwechselbar mozartisch ist dagegen der dichte Kontrapunkt, der den Satz durchzieht, sowie die Melancholie der Molleintrübungen.

Anna Achmatowas Gedichte evozieren dazu die Zeit des Stalinismus und des Zweiten Weltkriegs und erinnern in prägnanten Bildern an das nun 70 Jahre zurückliegende Ende des Krieges.

Besetzung
Violine Christian Altenburger
Violine Christoph Ehrenfellner
Viola Isabel Charisius
Viola Firmian Lermer
Violoncello Franz Bartolomey
Sprecherin Andrea Eckert


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